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Fußball

08.12.2018

Eine Legende löst die andere ab

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Wolfgang Dreßen

Seit 1969 ist Wolfgang Dreßen für den FC Gundelfingen im Einsatz. Warum der frühere Landesliga-Torschützenkönig und Jugendcoach jetzt aufhört und wer ihm auf der Trainerbank nachfolgt

Als Fußballer war Wolfgang Dreßen eine Legende in Nordschwaben. Was auch daran lag, dass der häufig von Verletzungen geplagte Stürmer Tore am Fließband schoss, sobald er auf dem Platz stand. 1969 wechselte er von seinem Heimatverein VfL Großkötz zum FC Gundelfingen, schoss die Grün-Weißen zwei Jahre später in die Landesliga Süd und wurde dort 1974 und 1977 Torschützenkönig. In einer Zeit, in der die Landesliga die vierthöchste Spielklasse war.

Nach 301 Landesliga-Spielen mit 182 Treffern verabschiedete sich der Modellathlet zu Beginn der 1980er-Jahre zwar vom aktiven Fußball, nicht aber von der sportlichen Bühne oder seinem Heimatverein. Generationen von Fußballern im Landkreis Dillingen bildete Dreßen als Jugendtrainer beim FC Gundelfingen aus. Nach knapp 25 Jahren und kurz vor seinem 70. Geburtstag ist damit nun Schluss.

„Ich war immer ein Praktiker und wollte den Kindern und Jugendlichen die Übungen vormachen. Aus gesundheitlichen Gründen geht das leider nicht mehr, deshalb höre ich jetzt auf“, erklärt der Gundelfinger. Zuletzt war er zusammen mit dem früheren Bayernliga-Spieler Peter Schmid für die U14-Junioren des FC Gundelfingen in der Bezirksoberliga verantwortlich.

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Ein weiterer Grund, warum sich Dreßen zurückzieht, ist auch seine geklärte Nachfolge. Denn der „Neue“ hat ebenfalls ein Stück weit Legenden-Status: Andreas Zeyer spielte 276 Mal in der Bundesliga für den SC Freiburg, Hamburger SV und VfL Bochum, außerdem lief er 189 Mal in der Zweiten Bundesliga auf und ist bis heute „Rekordspieler“ des SC Freiburg. Zuletzt war der selbstständige Unternehmer im Nebenjob als Nachwuchscoach bei seinem Heimatverein 1. FC Heidenheim tätig.

Weil sein Sohn Nikolas seit vergangenem Sommer für die Fußball-A-Junioren des FC Gundelfingen am Ball ist, wo Andreas Zeyer zudem die vakante Bayernliga-Trainerstelle übernimmt, bestand schon länger ein Kontakt zu den Grün-Weißen. Nun wechseln auch die jüngeren Zeyer-Söhne Constantin und Maximilian aus Heidenheim in das Gundelfinger Nachwuchsleistungszentrum.

Dass sich der 50-jährige Zeyer und Wolfgang Dreßen künftig auf dem Gelände des Schwabenstadions über den Weg laufen, ist sehr wahrscheinlich. Denn obwohl Dreßen seine Trainertätigkeit beendet, bleibt er zusammen mit seiner Frau Dora dem FCG im organisatorischen Bereich erhalten: „Solange es gesundheitlich geht, möchten wir uns auf jeden Fall einbringen.“ Fotos: Brugger; Hahne/Eibner

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