Schwenningen/Blindheim/Gremheim

08.11.2019

Etwas ratlos im Niemandsland

Tobias Nitbaur (rechts) ist Kapitän des FC Donauried. Mit seinem Team kickt er jetzt die fünfte Saison in Folge A-Klasse. Die Kreisklassen-Rückkehr steht in dieser Spielzeit wohl nicht mehr zur Debatte.
Bild: Karl Aumiller

Untere Fußball-Klassen: Beim FC Donauried hat sich der Trainer verabschiedet. Die Nachfolger-Suche läuft, mittelfristig heißt das Ziel für den neuen Mann „Kreisklasse“.

„Ich glaube, für diese Saison ist der Zug nach oben für uns abgefahren“, stellt Christian Schön, bislang Sportlicher Leiter und seit kurzem Vorsitzender des FC Donauried, realistisch fest. Die nackten Zahlen im Tabellenbild der Fußball-A-Klasse West III untermauern seine Einschätzung. Mit 19 Pluspunkten platziert sich die Mannschaft im blau-weißen Dress mittelmäßig im „Niemandsland“.

„Wir sind alle ein bisschen ratlos, warum es bei uns diese Saison nicht richtig läuft“, lamentiert der 39-jährige Vorsitzende. Schließlich fallen ihm dann aber doch ein paar Gründe ein. Jüngstes Beispiel ist die 0:2-Heimniederlage gegen Villenbach: „Zwei individuelle Fehler in der Abwehr führten dazu und das ist uns in dieser Saison schon wiederholt passiert“, so Schön. Dem ein oder anderen jungen Kicker fehlt es da noch an der nötigen Erfahrung – dafür zeigt Schön dann auch Verständnis. Verletzte Stammkräfte schwächen zudem das Team. Deutlich spürt man das Fehlen des quirligen Christian Baumgartner oder aber die Erfahrung von Florian Waller auf der Zehner-Position.

Trotz der durchwachsenen Ergebnisse waren die Verantwortlichen des Klubs dennoch überrascht, als vor kurzem Trainer Jürgen Veh das Handtuch warf. „Ich wäre auch weiter voll hinter Jürgen gestanden“, betont der Vorsitzende und ist jetzt froh, dass Günther Schmidt, Schöns Nachfolger in der sportlichen Leitung, bis zur Winterpause übernimmt.

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Wer in der Frühjahrsrunde den Klub betreuen wird, steht noch nicht fest. Aber es wurden schon erste Kontakte geknüpft. Ob spielender Trainer oder nur Coach, darauf will man sich nicht festlegen. Wichtig sei, dass „der Neue“ in den restlichen Spielen die Mannschaft kennenlernt, um dann kommende Saison anzugreifen. Denn soviel ist klar: Auf Dauer will sich der FC Donauried mit der A-Klasse nicht begnügen. „Langfristig ist unser Ziel schon die Kreisklasse“, bemerkt dazu Christian Schön, der bei BSH in Dillingen in der Logistik arbeitet. Gute Aussichten für eine sportlich rosigere Zukunft sieht er in der guten Nachwuchsarbeit. Bei den älteren Jahrgängen läuft derzeit eine Spielgemeinschaft mit Tapfheim, Donaumünster und neuerdings auch Bissingen. Über den Sommer wurde in Schwenningen ein sogenannter „Fußballkäfig“ (Maße ca. 10 x 25 Meter) installiert, der gerade vom Nachwuchs bestens angenommen wird.

Vorrunde in Schwenningen durchgezogen

Die Spiele der „Ersten“ in der Vorrunde wurden allesamt in Schwenningen durchgezogen, „weil hier bei schönerem Wetter einfach mehr Zuschauer kommen“, wie Schön sagt. Und für einen reibungslosen Gaststättenbetrieb sorgen treue Vereinsmitglieder. Seit der Rückrunde laufen die Partien auf dem Platz in Blindheim. Da gibt es derzeit bei den Nebelbachstuben ein kleines Problem. „Vor etwa zwei Wochen ist im Thekenbereich ein Feuer ausgebrochen“, erzählt Christian Schön und meint zur augenblicklichen Lage: „Unser neuer Pächter, der Jannis, kann halt im Moment nur eingeschränkt den Wirtschaftsbetrieb aufrechterhalten.“ Für Sonntag steht keine Heimpartie auf dem Spielplan. Die Elf von Günther Schmidt spielt in Donaualtheim, ehe Wörnitzstein II zum Abschluss erwartet wird.

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