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Landkreis Dillingen

03.09.2019

Frauenfußball: Mini-Ligen bei den Fußball-Damen in der Region

Allein auf weiter Flur. Torfrau Rebecca Röther von der SG Glött/Aislingen wäre es am liebsten, wenn sie auch in der neuen Bezirksliga-Saison viele Angriffsbemühungen ihrer Teamkolleginnen aus der Distanz beobachten könnte.
Bild: Karl Aumiller

Plus Die Vereine sind nicht glücklich über die geringe Anzahl von Teams in den einzelnen Gruppen. Ein Team wollte in der Kreisliga kicken, muss aber in der Kreisklasse ran.

Jeweils neun Vereine in der Bezirksliga und in der Kreisklasse, gar nur sieben Teams in der Kreisliga – über die Gruppenstärken beim Damenfußball in der Saison 2019/20 sind die Mannschaften aus der Region alles andere als glücklich. „Die Vorbereitung war und ist länger, als die gesamte Vorrunde dauern wird“, klagt beispielsweise Trainer Florian Hämmerle vom Kreisligisten SG Bissingen/Lutzingen. Die ganze Saison über nur sechs Heimspiele austragen zu können, über diese Situation ist man auch bei der SG Unterthürheim/Osterbuch/Welden alles andere als erfreut. „Jeder der an der Spielgemeinschaft beteiligten Vereine hat über das ganze Jahr gesehen nur zwei Heimspiele“, rechnet Unterthürheims Abteilungsleiterin Maria Felkel vor.

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Binswangen zwei Klassen tiefer

Sabrina Hüttmann aus Welden, die neue Beauftragte für den Frauenfußball im Kreis Donau, kennt das Problem und ist alles andere als begeistert, dass in der Kreisliga nur sieben Mannschaften an den Start gehen. „Es ist von Verbandsseite aus schwierig, da kurzfristig entgegenzuwirken“, meint die Funktionärin. Zumindest für die Saison 2020/21 könnten es aber wieder acht Vereine in der Kreisliga sein, denn aus der Kreisklasse dürfen nach dieser Runde zwei Mannschaften direkt aufsteigen, wie Hüttmann betont. Ein Startrecht für diese Saison in der Kreisliga konnte der Verband dem TSV Binswangen nicht erteilen. Kaum hatten sich die Gelb-Schwarzen am letzten Spieltag der vergangenen Bezirksliga-Saison sportlich den Klassenerhalt gesichert, gab es aufgrund personeller Probleme sehr bald Überlegungen, freiwillig auf die Bezirksliga zu verzichten. Doch in die gewünschte Kreisliga konnten die Binswanger nicht aufgenommen werden. Wer freiwillig aus einer Liga rausmöchte, der müsse nach den BFV-Statuten mindestens zwei Klassen runter, erklärt Sabrina Hüttmann.

Klassenhöchster Verein in der Region ist Landesliga-Aufsteiger SC Biberbach, der am kommenden Wochenende mit dem Auswärtsspiel beim BCF Wolfratshausen in die Saison startet. Nachfolgend ein Überblick über die Frauenmannschaften aus der Region.

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Landesliga Süd

Als Aufsteiger fühlt sich der SCB wohl in der Rolle des Underdogs. „Keiner rechnet mit uns“, glaubt Fabian Wolf. Er sagt aber auch: „Wir wollen uns nicht nehmen lassen, was wir jetzt erreicht haben.“ Dabei mithelfen sollen die Neuzugänge Sabrina Heinzl (SSV Anhausen), Verena Knöpfle (FC Horgau), Julia Wiedemann (SG Unterthürheim/Welden), Natalie Dettenrieder (FC Hochzoll), sowie die beiden Nachwuchsspielerinnen Yasmin Brem und Liv Spieker von Schwaben Augsburg.

Bezirksliga Nord

Nur neun Teams spielen diese Saison in der Bezirksliga. Eines davon ist die SG Glött/Aislingen, die in der vergangenen Runde Vizemeister wurde und erneut von Benno Sailer trainiert wird. In der Vorrunde werden die Heimspiele in Aislingen ausgetragen, in der Rückrunde dann in Glött. Mit unverändertem Kader zählt die SG neben Absteiger CSC Batzenhofen zu den aussichtsreichsten Mannschaften im Kampf um die Meisterschaft. Andrea Sailer, die Vorsitzende des SV Aislingen und Ehefrau von Trainer Benno Sailer, sieht die geringe Zahl an Mannschaften nicht ganz so dramatisch: „Unsere Mädels spielen auch gerne und oft in der Halle.“ Will heißen, Fußball wird bei der SG auch im Winter gespielt.

Ohne Veränderungen im Kader und auf der Trainerbank (die ehemalige Donaualtheimer Landesliga-Spielerin Sandra Eisenkolb fungiert weiter als Spielertrainerin) geht der SV Grün-Weiß Baiershofen in die Saison. Der Auftakt erfolgt am 13. September beim FC Sielenbach.

Kreisliga Donau

Maria Felkel, Abteilungsleiterin beim TSV Unterthürheim, ist froh, dass sich mit dem TSV Welden ein dritter Verein der Spielgemeinschaft angeschlossen hat. Durch den Zusammenschluss habe man jetzt wieder 20 Spielerinnen im Kader, nachdem aus der bisherigen SG Unterthürheim/Osterbuch einige Spielerinnen angekündigt haben, kürzertreten zu wollen. Auch wegen diverser Familienplanungen. Das Auftaktspiel bestreitet die SG am 14. September bei der SG Alerheim. Maria Felkel kann sich schon vorstellen, dass ihr Team oben mitspielen kann.

„Nach sechs Spielen ist bereits Winterpause“ – für Trainer Florian Hämmerle kann es das nicht sein. Für ihn wäre eine Liga mit zwölf Vereinen ideal, zumindest zehn sollten es aber sein. Mit einem Kader von 17 Spielerinnen, dazu noch vier bis fünf Aushilfen, wenn Not am „Mann“ ist, traut er seinen Frauen eine Platzierung unter den ersten drei zu. Die Vorrundenspiele finden in Bissingen statt, in der Rückrunde wechselt man nach Lutzingen. Die Saison beginnt für die SG am 14. September mit dem Derby gegen den SC Mörslingen. Unterstützt als Coach wird Florian Hämmerle von Andreas Döring. Neuzugänge gibt es keine.

Freude in Mörslingen

Groß war die Freude bei Trainer Wolfgang Körle und seinen Mädels, als im Mai die Meisterschaft in der Kreisklasse perfekt gemacht werden konnte. Im vierten Jahr ist der SC Mörslingen mit seiner Damenmannschaft unterwegs. Für die neue Saison hat man mit der reaktivierten Tina Zengerle und Arzu Görkem (SV Wörnitzstein) zwei neue Spielerinnen hinzubekommen. Trotz 21 Frauen im Kader werde es manchmal mit dem Personal knapp, da viele Spielerinnen im Einzelhandel tätig sind und nicht rechtzeitig bis zum Anpfiff erscheinen können. Beim Auftaktderby am 14. September in Bissingen hofft Körle auf wenig Ausfälle. Die geringe Zahl an Mannschaften in der Liga gefällt dem 47-Jährigen auch nicht. „Zehn Teams wären ideal“, wünscht er sich für die nächste Saison eine Aufstockung.

Mit Julia Wiedemann (SG Unterthürheim), Sabrina Heinzl (SSV Anhausen), Verena Knöpfle (FC Horgau) und Natalie Dettenrieder gibt es vier Neuzugänge für das Team von Trainer Andreas Küchelbacher. Ihre Karriere beendet hat Katharina Reiter. Am ersten Spieltag, Samstag, 14. September, empfängt die SG zu Hause den SV Wechingen.

Kreisklasse Donau

Mit Monika Demharter und Lilli Hütter legen zwei Spielerinnen eine Pause ein, einige andere wollen kürzertreten. Deswegen hat man auf das Startrecht in der Bezirksliga verzichtet. Eine Eingliederung in die Kreisliga ist aufgrund der BFV-Statuten nicht möglich, deshalb müssen Trainer Peter Wiesmüller (für Kevin Dürnberger) und seine Assistentin Melanie Hander in den Niederungen der Kreisklasse einen neuen Anlauf nehmen. Wenigstens können die Binswangerinnen in einer 9er-Liga antreten. Einzige neue Spielerin im Kader ist Julia Baier, die von der JFG Riedberg nachgerückt ist. Los geht’s für den TSV am 14. September mit dem Auswärtsspiel in Kleinbeuren.

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