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Sport-Nachgefragt

12.01.2019

Gibt es ein zweites „Wintermärchen“?

Alexander Bay
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Alexander Bay

Was sich die Handball-Verantwortlichen der drei Landkreis-Vereine von der Heim-Weltmeisterschaft erhoffen

Seit dem Auftakt-Sieg unserer Mannschaft am Donnerstag gegen Korea läuft die Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark. Die heimischen Fans erhoffen sich nach dem Titelgewinn im Jahr 2007 ein zweites Wintermärchen durch die DHB-Mannschaft. Was sich die Verantwortlichen der drei Handball-Vereine aus dem Landkreis Dillingen von der Heim-WM erwarten und wie sie die Spiele verfolgen, fragten wir die Abteilungsleiter Alexander Bay (TV Gundelfingen), Ulrich Stadler (TSV Wertingen) und Hubert Hitzler (HSG Lauingen-Wittislingen).

Fiebern Sie der Heim-WM entgegen und werden Sie bei Spielen live vor Ort sein?

(TV Gundelfingen): Ich habe es mir lange überlegt, ob ich Tickets für Spiele in München kaufen soll. Ich habe es dann aber sein lassen. Einige Spieler von uns haben jedoch Karten für Gruppenspiele der deutschen Mannschaft in Berlin, einige schauen sich Begegnungen in München an. Die haben das rein privat organisiert. Natürlich freue ich mich auf diese Weltmeisterschaft und hoffe, dass Deutschland überzeugt.

(TSV Wertingen): Ich persönlich habe keinen Besuch bei einem Spiel geplant. Einige Spieler von uns haben versucht, Karten zu bekommen, doch sie hatten damit keinen Erfolg. Da man nur Tickets für drei Spiele an einem Tag bekommt, wäre vor allem ein Besuch für Kinder und Jugendliche, die am nächsten Tag wieder in die Schule gehen müssen, sehr anstrengend. Ich bin gespannt, welches Interesse diese WM in Deutschland hervorruft.

(HSG Lauingen-Wittislingen): Es kann sein, dass vereinzelte Mitglieder von uns Spiele in München besuchen. Offiziell haben wir von Vereinsseite aber nichts unternommen, an Karten heranzukommen.

Gibt es in Ihrem Verein Aktionen zur WM, zum Beispiel ein Public Viewing?

Bei allen Spielen der deutschen Mannschaft treffen wir uns im Sportheim in Wittislingen, um dort gemeinsam die Partien zu verfolgen. Darauf freue ich mich. Ich denke, dass da einiges los sein wird.

Wir werden gemeinsam im Sportheim vor allem die Auftritte der deutschen Mannschaft anschauen. Bei diesem internen Public Viewing freue ich mich auf viele Jugendliche, bei denen wir dadurch hoffentlich noch mehr Interesse für den Handballsport wecken können. Am Samstag gibt es das Public-Viewing im Foyer der Kreissporthalle, wo mehr Leute Platz haben.

Ich kann mir schon vorstellen, dass sich einige Spielerinnen und Spieler treffen, um Spiele gemeinsam vor dem TV zu verfolgen. Ich selbst habe gar keinen Fernseher, schaue mir aber Spiele auf dem Computer im Internet an.

Was trauen Sie der deutschen Mannschaft zu und welche Auswirkungen erhoffen Sie sich für den eigenen Verein durch dieses Handball-Großereignis im eigenen Land?

Grundsätzlich ist es gut, dass die Spiele wieder im frei empfangbaren Fernsehen bei ARD und ZDF übertragen werden. Dadurch wird sich das Interesse sicherlich steigern. Und wenn dann das deutsche Team auch noch weit kommt, dürfte sich dies sehr positiv auf die Nachwuchsarbeit auswirken. Nach der WM 2007 mit der Goldmedaille für Deutschland haben wir schon eine kleine Sogwirkung gespürt. Ich hoffe, dass sich dies wiederholt.

Ich kann es nicht einschätzen, wie weit Deutschland diesmal kommt. Bei der letzten Weltmeisterschaft im eigenen Land war ich noch nicht Abteilungsleiter in Wertingen. Wie ich aber gehört habe, war nach dem Wintermärchen der Zulauf bei den Jugendmannschaften nicht wesentlich anders als in den Jahren davor und danach.

Das deutsche Team ist in einer schwierigen Situation. Die Konkurrenz ist groß. Wenn jedoch der Mannschaftsgeist stimmt, kann es wie 2007 weit gehen. Das Halbfinale könnte drin sein. Als Favorit sehe ich Frankreich. Wir erhoffen uns durch diese WM einen positiven Effekt, vor allem beim Nachwuchs. Dass die Spiele wieder im öffentlichen Fernsehen übertragen werden, ist die beste Werbung für die Sportart Handball.

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