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Landkreis Dillingen

08.10.2019

Große Sprünge, aber nicht „abgehoben“

„Man-of-the-Match“: Christoph Müller, hier beim verlorenen Relegationsspiel im Mai 2018 gegen Altenmünster, machte am Sonntag in Affing große Sprünge. Er war an allen vier Wertinger Toren beteiligt.
Bild: Walter Brugger

Fußball-Nachlese: Wertingens Außenstürmer Müller macht zwei Tore selbst und legt zwei auf. Sein Ex-Klub FC Gundelfingen ist mit dem 1:1 beim SV Mering keineswegs unzufrieden.

Dass es auf unterster Fußball-Ebene, der B-Klasse, öfter mal zu hohen Ergebnissen kommt (wie auch diese Woche), daran hat man sich inzwischen gewöhnt. Hier ist der Leistungsunterschied zwischen den einzelnen Teams mithin recht groß. In den weiter oben angesiedelten Ligen sollte sich das Niveau dagegen – dank Auf- und Abstieg – ausgeglichener gestalten. Zweistellige Resultate sind aber auch hier nicht ausgeschlossen. So wie am Sonntag, als der Aufstiegskandidat TSVUnterthürheim das Schlusslicht aus Bäumenheim mit 14:0-Toren vom herbstlichen Spielfeld schoss. Es war das erste zweistellige Ergebnis dieser Saison in der Fußball-Kreisklasse Nord II.

Ergebnis enttäuscht FC Gundelfingen nicht

Deutlich weniger Tore fielen beim Landesliga-Spitzenspiel des Tabellenersten FCGundelfingen beim SVMering, das 1:1 endete. Enttäuschend war das Resultat keineswegs, zumal FCG-Coach Martin Weng feststellte, „dass wir nicht gut in die Partie gekommen sind.“ Trotzdem gingen die Grün-Weißen durch das Traumtor von Manuel Müller früh in Führung. Die Vorarbeit dazu leistete Janik Noller, um dessen Einsatz die Gundelfinger im Vorfeld gebangt hatten. Beim Aufwärmen gab der 20-Jährige dann „grünes Licht“, was sich wegen der Torvorlage letztlich lohnte. Kurz vor der Pause machten sich die Leistenbeschwerden dann wieder bemerkbar, Noller hatte sichtlich Schmerzen und rettete sich in die Spielunterbrechung. Zur zweiten Halbzeit übernahm allerdings Julian Elze Nollers Position – und Coach Weng meinte: „Ich gehe davon aus, dass Janiks Beschwerden nicht so schlimm sind, dass er die nächsten Partien ausfällt.“ Denn da wird der Mittelfeldspieler durchaus benötigt, die Partie in Mering war nämlich erst der Auftakt für die „Wochen der Bewährung“.

In den noch ausstehenden drei Vorrundenspielen warten auf die Grün-Weißen nämlich noch richtige Herausforderungen. Die der Papierform nach leichteste Aufgabe ist noch das anstehende Heimspiel gegen den FC Memmingen II, gegen den sich die FCGler in jüngerer Vergangenheit allerdings immer schwertaten. Dann folgt die Partie beim zurzeit personell gehandicapten Titelkandidaten VfR Neuburg und zum Abschluss der ersten Halbserie das Heimspiel gegen den Fast-Absteiger der vergangenen Saison, den nun konstant auftrumpfenden 1. FC Garmisch-Partenkirchen.

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"Man-of-the-match" des TSV Wertingen

Bezirksligist TSVWertingen vergoldete am Sonntag die drei Punkte vom Feiertag (3:2 gegen den TSV Rain II) mit einem 4:3-Sieg beim FCAffing. Mit vier Torbeteiligungen war ChristophMüller der Spieler des Spiels. „Nach dem Spiel war ich zunächst überglücklich, dass wir die drei Punkte geholt haben, da wir es doch erneut spannend gemacht haben. Den ‘Man-of-the-Match’ nehm ich natürlich gerne mit“ freut sich der Außenstürmer. Wertingens zweite Mannschaft verpasste am Sonntag dagegen eine mögliche Tabellenführung, als Kreisklassen-Konkurrent TSV Binswangen ebenfalls patzte. „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht kapiert, einfach und mit Kampf zu spielen. Und lagen verdient 0:3 zur Pause hinten“, resümiert Spielertrainer FabianKnötzinger.

In der Kreisliga West war am Wochenende aus dem Landkreis nur der FCLauingen am Ball – mit mäßigem Erfolg (1:1 daheim gegen den VfL Großkötz). „Wir hätten im ersten Durchgang aufgrund unserer erarbeiteten Möglichkeiten das Spiel entscheiden können. Dass die Mannschaft unbedingt den Sieg wollte, war deutlich zu spüren“, fasst Sportleiter Joachim Hauf zusammen: „Bitter war natürlich der Gegentreffer mit der ersten Möglichkeit des VfL, zumal es sich auch noch um einen grenzwertigen Elfmeter handelte.“

Haufs Kollege PeterReschnauer vom Nord-Kreisligisten SV Kicklingen-Fristingen durfte deutlich erfreulicher bilanzieren: „Mit sieben Punkten aus der Englischen Woche bin ich mehr als zufrieden. Auch mit der Art und Weise, wie diese zustande kamen. Die Jungen im Team funktionieren immer stärker.“ Und Reschauer hat noch einen Vergleich für seinen Kreisliga-Tabellenführer parat: „Wir haben es nach der sehr guten Partie gegen den TSV Oettingen in Hainsfarth besser gemacht, als der FCBayern nach seinem Tottenham- Spiel.“ (gül/wab/fm)

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