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Gundelfingen

13.11.2017

Heimsieg eins folgt Auswärtssieg eins

Handball: 450 Zuschauer beim Schwaben-Derby sehen Gundelfinger 24:23 gegen Bayernliga-Absteiger Niederraunau. „Dünne“ Damen-Bank rächt sich gegen Biessenhofen.

Das Schwaben-Derby beim TSV Niederraunau stand für die Landesliga-Handballer des TV Gundelfingen auf dem Spielplan. Die „Raunauer Jungs“ sind nach ihrem Bayernliga-Abstieg noch auf Formsuche. Anders die Gäste, die vor Wochenfrist daheim ihren ersten Saisonsieg gefeiert hatten. „Wir haben uns heute nie durch einen Rückstand zurückschrecken lassen und waren im richtigen Moment da“, freut sich Torgarant Tobias Bauer nach dem Spiel über den ersten Landesliga-Auswärtserfolg des TVG.

„Das letzte Aufgebot“ kündigte der traditionsreiche TSV an. TSV-Spielmacher Thalhofer bekam aber am Matchtag die Spielfreigabe, da der Einspruch gegen die Blaue Karte in der Vorwoche erfolgreich war. Und selbst der eigentlich im sportlichen „Vorruhestand befindliche Julian Waldmann schnürte seine Handballschuhe. Somit konnte der TSV um Neu-Trainer Udo Mesch erstmals 14 Spieler auf dem Spielbericht eintragen. Die Zuschauerränge füllten 450 Fans beider Lager. Den besseren Start erwischte der TVG. Niederraunau brauchte eine ganze Weile, ehe die Männer um den unermüdlich arbeitenden Mathias Waldmann in Schwung kamen. Gewaltige Rückraumkracher und sichere Strafwürfe ebneten dem TSV den Weg zur 14:12-Pausenführung.

„Ruhe bewahren und weiter arbeiten. Wir haben den längeren Atem und holen uns das Spiel zurück“, forderte TVG-Coach Oliver Bleher. Im zweiten Spielabschnitt konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Allerdings leistete sich Gastgeber Lukas Konkel ein grobes Faulspiel und wurde dafür mit der Roten Karte bestraft. Für die Beleidigung des verletzt am Boden liegenden Gegenspieler kam die Blaue Karte hinterher.

Die Überzahl nutzte Gundelfingen zu wichtigen Treffern. Der TVG agierte nun erstaunlich souverän und spielte seine Angriffe lange aus. Der starke Mathias Waldmann versuchte, das Spiel für die Gastgeber im Alleingang zu entscheiden. Jedoch reicht eine starke Einzelleistung nicht, um ein Kollektiv zu besiegen.

Nach drei Siegen in Folge kam die Ernüchterung für die TVG-Damen: Sie konnten keinen Punkt aus der Halle der SG Biessenhofen-Marktoberdorf entführen. Und das, obwohl man lange gut im Spiel war, ja sogar oft knapp die Nase vorn hatte. Doch schlussendlich führte ein altbekanntest Problem dazu, dass das Landesliga-Team sieglos die Heimreise antreten musste: Die zu dünn besetzte Auswechselbank konnte den Kräfteverschleiß in einer intensiv geführten Partie nicht kompensieren. Während Gundelfingen in Durchgang eins immer wieder Lösungen gegen den Defensivverbund der Hausherrinnen fand, fehlten im weiteren Verlauf allzu häufig zündende Ideen. Unzufriedenstellend war die Trefferquote.

Dass strittige Schiedsrichter-Entscheidungen oft gegen den TVG ausfielen und die aufkommende Härte nicht konsequent aus dem Spiel genommen wurde, war sicher nicht der wichtigste Grund für die 18:21-Niederlage, aber vielleicht das letzte Zünglein an der Waage. So kehrten die Gärtnerstädterinnen mit hängenden Köpfen aus dem Allgäu nach Hause zurück – wohl wissend, dass das Restprogramm im Jahr 2017 noch alles andere als einfach für sie wird. Doch das Beste aus jeder Herausforderung zu machen, das muss die Devise im Gundelfinger Kader bleiben – dann wird diese positive Einstellung auch bald wieder mit positiven Resultaten belohnt. (vmö)

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