Gundelfingen

26.01.2020

Hoch gewettet, tief gefallen

Gestolpert: Michael Grötziner (Mitte) gelang zwar gegen Landshut der Treffer zum 1:1-Endstand, in der Partie gegen den späteren bayerischen Meister Penzberg (Bild) gingen er und sein FC Gundelfingen aber leer aus – 1:2.
Bild: F. Würthele

Futsal: Mitfavorit FC Gundelfingen nutzt seine Führungstreffer nicht zu Siegen und scheidet bei der „Bayerischen“ in Dingolfing als Gruppenletzter aus.

Hoffnungsfroh und mit zahlreichen Fans war Landesliga-Tabellenführer FC Gundelfingen am Samstag zur bayerischen Futsal-Meisterschaft nach Dingolfing angereist – nach den guten Vorleistungen dieser Saison durchaus als ein Mitfavorit auf den Titelgewinn. Das Ergebnis war für die Weng-Truppe dann aber ernüchternd: Gruppenletzter mit nur einem Punkt. Gegen den 1. FC Penzberg und Türkspor/Cagrispor Nürnberg gingen die Schwaben jeweils in Führung, um schließlich doch mit leeren Händen dazustehen. Erst im abschließenden Spiel gegen den FC Eintracht Landshut reichte es zu einem Punktgewinn.

Dabei ließ es sich gut an für den FCG. Gegen den späteren Titelträger aus Penzberg verbuchte man im ersten Gruppenspiel den Führungstreffer. Marius Brugger drückte die Quervorlage von Michael Grötzinger über die Linie (8.). Schon zuvor hätten die Schwaben in Führung gehen können. Mehrmals bewahrte Penzbergs Torwart Stefan Schwinghammer seine Mannschaft vor dem Rückstand. Allerdings hielt das 1:0 keine Minute. Josef Siegert versenkte den Ball freistehend zum Ausgleich. Zum Ende raus zeigte Penzberg dann vielleicht den Tick größeren Siegeswillen. Womöglich war das Team aus Gundelfingen auch beeindruckt von der stimmgewaltigen Anhängerschaft des Gegners - jedenfalls drehten die Oberbayern durch Maximilian Klaus (14.) das Spiel. Als auch Grötzingers Versuch Sekunden vor dem Ende nicht den Weg in sein Ziel fand, war für den FCG das erste Spiel verloren.

Im folgenden Duell mit Türkspor/Cagrispor Nürnberg stand die Mannschaft von Martin Weng also bereits unter Zugzwang. Wieder glückte dem FCG der erste Treffer (Fabio Kühn; 5.). Allerdings: Früh im Spiel stand Gundelfingen bei vier kumulierten Fouls. Das fünfte und jedes weitere hätte einen Zehnmeter für den Gegner zur Folge. Die Nürnberger nutzten ihre erste Möglichkeit durch Ismail Yüce dann eiskalt aus (9.). Das Spiel stand nun auf Messers Schneide, weil sich keines der beiden Teams mit diesem Remis zufrieden geben wollte. 15 Sekunden vor der Schlusssirene „verbuchte“ der FCG eben jenes fünfte Foul. Den Zehnmeter verwertete Yüce. In letzter Sekunde glückte Mustafa Jasarevic sogar noch das 3:1 für Nürnberg.

Hoch gewettet, tief gefallen

Ein Punkt für Gundelfingen

Zwei Spiele, zwei Niederlagen – das vorzeitige Aus für Gundelfingen war besiegelt. Wenigstens reichte es für die Schwaben im abschließenden Match noch zum ersten und einzigen Punktgewinn. Gegen den überraschend stark aufspielenden FC Eintracht Landshut gab es ein 1:1. Den frühen Landshuter Führungstreffer durch Aldo Lamcaj (2.) glich Michael Grötzinger (6.) aus. Fortan war Feuer drin in diesem Spiel, das Siegtor blieb der Weng-Truppe allerdings verwehrt.

Während den Finalspielen war der FC Gundelfingen also nur „Zaungast“. Die Geschichte schrieben an diesem Nachmittag andere. In den Halbfinals setzten sich der FC Eintracht Landshut und der 1. FC Penzberg durch. Im Endspiel schoss Maximilian Berwein den 1. FC Penzberg 43 Sekunden vor dem Ende zum Titel.

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