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Landkreis Dillingen

06.08.2019

Noch lange kein Grund zum Abheben

Steht für Dynamik im FCG-Spiel: Michael Grötzinger.
Bild: W. Brugger

Fußball-Nachlese: Gundelfingens „Erste“ taugt trotzdem als Vorbilder für die eigene U23. FC Lauingen und Höchstädt üben sich in SR-Kritik.

Obwohl die Saison in der Landesliga Südwest noch recht jung, so lässt sich nach fünf absolvierten Spieltagen zumindest ein Trend deutlich erkennen: Der FC Gundelfingen kämpft in dieser Saison nicht von Anfang an gegen den Abstieg. 15 Punkte auf der Habenseite sprechen eine ganz andere Sprache, aber nicht nur Trainer Martin Weng hält nach dem 2:0-Sieg beim SV Bad Heilbrunn den Ball ganz flach. „Nach dem Spiel braucht wirklich niemand abheben“, so der 34-Jährige. Gegen die zuvor 15 Monate zuhause ungeschlagenen Oberbayern lieferten die Grün-Weißen über weite Strecken ein behäbiges Spiel ab. Was untypisch ist für das „neue“ FCG-Spiel, denn gerade am Tempo hatten Weng und der Sportliche Leiter Stefan Kerle bei der Kaderzusammenstellung ordentlich gefeilt. Beim Bayernliga-Abstieg 2017 und in der Folgesaison hatte nicht nur der damalige Trainer Karlheinz Schabel die zu geringe Geschwindigkeit der Grün-Weißen bemängelt. Dies hat sich mittlerweile grundlegend geändert, Jonas Schneider, Michael Grötzinger oder Tarik Öz bringen richtig Tempo auf den Platz. So ist es keine Überraschung, dass ein Antritt von Grötzinger den Führungstreffer in Bad Heilbrunn einleitete und Schneider das 2:0 von Manuel Müller vorbereitete. Darauf ausruhen ist allerdings tabu, denn trotz der makellosen Zwischenbilanz ist der Überraschungs-Spitzenreiter bereits am Freitag im Heimspiel gegen den FC Kempten wieder gefordert.

"Klein" Gundelfingen top

In der Kreisliga West wandelt die U23 des FC Gundelfingen schon ein klein wenig in den Spuren des Landesliga-Teams. Zwei Spiele, zwei Zu-Null-Siege – da spielte es auch keine Rolle, dass der Chef fehlte. Anstelle von Florian Strehle coachten Peter Stegner an der Linie und Co-Trainer Peter Matkey die „FCG-Fohlen“ zum 3:0 gegen den SSV Neumünster-Unterschönefeld. Auffallend war, dass die mit fünf nominellen Stürmern angetreten Gundelfinger den SSV durch häufige Positionswechsel ein ums andere Mal in Verlegenheit stürzten. Schließlich war kaum auszumachen, wer denn da plötzlich im Strafraum auftaucht. Wie etwa Simon Sigl, als Linksverteidiger nominierter A-Junior, der seinen Torriecher nach klasse Doppelplass mit Darius Leimer unter Beweis stellte.

„Bitter war natürlich die Gelb-Rote Karte nach 25 Minuten. Der Unparteiische hat leider erst nachdem er die zweite Gelbe Karte gezeigt hatte in seinen Unterlagen nachgesehen und dabei festgestellt, dass unser Spieler schon mit Gelb verwarnt war“, sagt Sportleiter JoachimHauf über den Platzverweis für BenediktGriener bei der 1:3-Heimniederlage seines FCLauingen gegen den TSV Offingen: „So blieb ihm keine andere Möglichkeit mehr. Ein vorheriger Blick auf seine Schiri-Karte, und es wäre bei einer letzten Ermahnung geblieben.“ Obwohl die Gastgeber dann 65 Minuten in Unterzahl spielten, hielten sie das Spiel offen. „In der zweiten Halbzeit hatten wir einige erfolgversprechende Möglichkeiten zur Führung. Da war dann auch Pech im Spiel“, so Hauf: „Bitter, dass ähnlich wie vergangene Woche in Ziemetshausen nach einer eigenen Großchance im unmittelbaren Gegenzug der entscheidende Gegentreffer fällt.“

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Unverständnis bei der SSV Höchstädt

Einen couragierten Auftritt konstatierte Sportleiter ThomasKorittke seiner SSVHöchstädt nach der unglücklichen 1:2-Niederlage zum Start in die Saison der Kreisliga Nord beim SVDonaumünster-Erlingshofen: „Schade, dass BenediktWurm bei seinem Comeback nach eineinhalbjähriger Verletzungspause die große Chance zum 2:2 in der Nachspielzeit nicht nutzen konnte. Dieses Tor wäre ihm und der ganzen Mannschaft zu gönnen gewesen.“ Unverständnis herrschte im SSV-Lager in der ersten Halbzeit, als ein SVDE-Verteidiger den Kopfball von Abdul Wahab Ibrahim-Ussif in Torhütermanier per Hand von der Linie kratzte, der Strafstoßpfiff aber ausblieb. Enttäuscht sind die Verantwortlichen derweil von Sommerneuzugang Hikmetcan Türkmen, der sich zwei Tage vor Saisonbeginn als Vertragsamateur zum zahlungskräftigen AC Milan Heidenheim verabschiedete.

500 Zuschauer wie im Derby des SV Holzheim gegen Kicklingen-F. (1:2) gibt es bei einem Kreisliga-Spiel auch nicht alle Tage. Schade, dass es wegen der Wolkendecke nicht mit der Spielball-Anlieferung via Fallschirmsprung geklappt hat. Vielleicht wird die Aktion ja noch bei einem anderen SVH-Heimspiel nachgeholt. (gül/wab/fm)

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