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Fußball

22.12.2020

Schon als Dreijähriger hat er Sympathien für den SV Werder entwickelt

Seit seinem dritten Lebensjahr ist Jonas Behringer ein glühender Anhänger des SV Werder Bremen.
Bild: pabe

Plus Seit seiner Kindheit gehört das Herz von Jonas Behringer aus Hausen dem vierfachen deutschen Meister aus der Hansestadt Bremen. Was der 19-Jährige sich wünscht.

Als sich der SV Werder Bremen im Mai 2004 durch einen 3:1-Sieg beim FC Bayern München die insgesamt vierte und bisher letzte Deutsche Fußballmeisterschaft sicherte, war Jonas Behringer gerade einmal drei Jahre alt. Sich in diesem Alter an solche Dinge zu erinnern, ist normalerweise unüblich. Doch der im Dillinger Stadtteil Hausen aufgewachsene Dreikäsehoch hat diesen Tag nicht aus seinem Gedächtnis verloren. Heute ist Jonas Behringer 19 Jahre jung und studiert in Augsburg Lehramt. Der Titelgewinn von Valérin Ismaél, Frank Baumann, Johan Micoud, Ailton und Co. hat bewirkt, dass der Hausener so ab dem sechsten Lebensjahr zum Werder-Fan mutierte und bis heute geblieben ist. Seinem Vater, welcher Borussia Dortmund seit Jahrzehnten die Damen drückt, habe dies allerdings nicht so gefallen. „Er hatte sich schon gewünscht, dass auch ich BVB-Anhänger werde“, grinst Jonas Behringer.

Bei seinen Teamkollegen des BC Schretzheim, mit denen der 19-Jährige in der Kreisliga Nord spielt, fällt der talentierte Angreifer als Werder-Fan total aus der Reihe. „Die meisten von uns sind entweder Anhänger des FC Bayern oder des FC Augsburg“, weiß Jonas, dass er als „Exot“ unter den BSC-Fußballern gilt. Doch darauf ist er gewissermaßen auch stolz. Mann müsse ja nicht immer mit dem Strom schwimmen, lächelt der sympathische Amateurkicker. Immerhin kann sein Lieblingsverein seit der Gründung der Bundesliga die meisten Spiele aller Vereine in der Beletage des deutschen Fußballs aufweisen.

Grün-Weißer Weihnachtshut

Jonas Behringer ging noch nicht zur Schule, als es die ersten Fanartikel als Geschenk gab. Unter anderem war ein Weihnachts-Hut dabei, erinnert sich der Hausener. Inzwischen liegen bei Jonas an die zehn Trikots im Schrank. Das erste, welches er geschenkt bekam, trug die Aufschrift von Diego. Der brasilianische Mittelfeldspieler verabschiedete sich mit dem Gewinn des DFB-Pokals Ende Juni 2009 aus der Hansestadt. Neben den bereits genannten Meisterhelden von 2004 zählt Diego zu den Spielern, welchen dem Verein besonders ihren Stempel aufgedrückt haben. Ein Klaus Allofs, Miroslav Klose oder Peer Mertesacker gehören auch dazu. Am meisten wird der Traditionsklub aus dem Norden aber mit zwei Trainernamen in Verbindung gebracht: Otto Rehhagel und Thomas Schaaf. Beide zusammen trainierten die Bundesligakicker 28 Jahre lang.

Wenn man Jonas Behringer auf „sportliche Feindbilder“ seines Lieblingsklubs anspricht, dann steht da an erster Stelle der Nordrivale Hamburger SV. Jedoch auch mit dem FC Bayern sei die Rivalität immer sehr groß gewesen. Wobei der SV Werder den Münchnern aber schon lange nicht mehr das Wasser reichen könne. Bevor es vor wenigen Wochen mit einem 1:1 in der Allianz Arena wieder zu einem Punktgewinn reichte, gab es 19 Niederlagen in Serie. Um gegen die Bayern wieder einmal zu gewinnen, müssten Ostern und Weihnachten schon auf einen Tag fallen, weiß Behringer um den Leistungsunterschied zwischen dem deutschen Rekordmeister und seinen Bremern.

Noch nicht live im Weserstadion

Ein Livespiel im Weserstadion hat der Student bisher noch nicht gesehen. Schuld daran war Corona. Im vergangenen Sommer war er mit seiner Freundin zwar in Bremen („eine tolle Stadt“), Fußball durfte damals nicht gespielt werden. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. „Wir holen das auf alle Fälle nach“, verspricht Behringer, der sich zu Weihnachten nicht nur einen Sieg am morgigen Mittwoch im DFB-Pokalspiel bei Hannover 96 wünscht, sondern auch ein ganz spezielles Geschenk: Wenn nämlich unter dem Weihnachtsbaum ein Hotelgutschein, eine ICE-Fahrkarte nach Bremen und ein Ticketgutschein für ein Heimspiel des SV Werder liegen würden, dann wäre er ein mehr als glücklicher Mensch.

Fan-Tipp: Nach dem Last-Minute-Sieg in der Bundesliga am Samstag beim FSV Mainz (1:0) hofft Jonas Behringer, glaubt der Anhänger des SV Werder Bremen, dass sich sein Lieblingsteam am Mittwoch im Pokal bei Hannover 96 mit 2:0 durchsetzen wird.

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