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Sport-Nachruf
06.01.2022

Max Wetzstein ein „Vorturner“ im besten Sinn des Wortes

Max Wetzstein im Kreis von Turnkindern.
Foto: Aumiller (Archivbild)

Nachruf: Das sportliche Urgestein des TV Gundelfingen ist im Alter von 83 Jahren verstorben.

Hunderte von Gundelfinger Kindern sammelten unter seinen Fittichen erste sportliche Erfahrungen, über Jahrzehnte hat er nicht nur in der Gärtnerstadt den Turnsport geprägt: Im Alter von 83 Jahren ist Max Wetzstein kurz vor dem Jahreswechsel verstorben. Das Ehrenmitglied hinterlässt auch beim TV Gundelfingen eine große Lücke.

Ein Leipheimer kommt nach Gundelfingen

Ursprünglich stammte Max Wetzstein aus Leipheim, wo er bereits erfolgreicher Turner war. Beruflich verschlug es ihn zu Beginn der 1960er Jahre nach Gundelfingen. Bei der Firma Gartner arbeitete er erst als Bauschlosser. Später, nach der Technikerschule, war Max Wetzstein als Entwickler im Torbau tätig. Zu der Zeit hatte er sich längst dem TV Gundelfingen angeschlossen, wurde 1964 Jugendturnwart, ab 1971 Oberturnwart und von 1976 bis 2006 Turn-Abteilungsleiter. Dass der jetzt Verstorbene zusätzlich als Übungsleiter auf oder am Rande der Matte stand, war quasi selbstverständlich.

„Auf Max konnten wir immer zählen“, erinnert sich der langjährige TVG-Vorsitzende Rudi Kaufmann. Er schätzte die menschliche Art seines Weggefährten, der weit über die eigene Abteilung oder den Verein hinaus wirkte. Bei Vereinsfesten, Jubiläen, bei Aktivitäten der Jedermann-Sportgruppe, als Kampfrichter bei der Sportzeichen-Abnahme – Wetzstein war dabei.

Wetzstein war vielfältig ehrenamtlich engagiert

Beim Turngau Oberdonau wirkte er von 1990 bis 2006 als Referent für Breitensport, leitete von 1974 bis 1990 das Leistungszentrum Turnen des Landkreises Dillingen, bildete Übungsleiterinnen und Übungsleiter selbst aus und war an der Ausrichtung zahlreicher Gauturnfeste im gesamten Turngau maßgeblich beteiligt. Fixpunkte waren für Max Wetzstein stets die bayerischen oder deutschen Turnfeste.

Da überrascht es wenig, dass ihm zahlreiche Ehrungen wie die Verdienstnadel in Gold des Bayerischen Turnverbandes, die Verdienstnadel in Bronze des BLSV, die Verdienstmedaille in Silber des Landkreises Dillingen, die Ehrenurkunde des Bezirks Schwaben oder die Ehrennadel in Silber der Stadt Gundelfingen zuteilwurden. „Er hat uns mit seinem Engagement nicht nur geprägt, er war auch ein Vorbild“, sagt sein Sohn Jürgen und bezieht Mutter Erna und seine Schwester Sabine mit ein. Auch sie waren oder sind bis heute ehrenamtlich für den TV Gundelfingen tätig. Jürgen Wetzstein etwa tritt in der Gemeinschaftsabteilung Volleyball des TVG/FCG in die Fußstapfen des Vaters.

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