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Wirtschaft

02.07.2020

100 Millionen-Auftrag für Airbus Helicopters?

Aktuell hat die bayerische Polizei acht Polizeihubschrauber. Sie sollen ersetzt werden - ein Millionenauftrag für Airbus Helicopters.

Die bayerische Staatsregierung zieht die Beschaffung von acht Polizeihubschraubern vor. Bis 2024 sollen alle Helicopter im Einsatz sein.

Es ist eine Nachricht die gerade in diesen Zeiten dem Airbus-Konzern gut tun wird. Die bayerische Staatsregierung wird acht Polizeihubschraubern bereits früher bestellen, als bisher geplant. Der Haushaltsausschuss des Landtags hat die Mittel in Höhe von 100 Millionen Euro dafür am Donnerstag freigegeben, berichtet der Donauwörther Landtagsabgeordnete Wolfgang Fackler ( CSU). Es kann gut sein, dass bei der Ausschreibung das Modell von Airbus Helicopters zum Zug kommt.

„Ich freue mich, dass diese dringend notwendige Investition nun vorgezogen wird, denn ich sehe hier eine große Chance für Airbus Helicopters in Donauwörth“, so Fackler.

Wichtige Investition für die Polizei

Auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes intensiv dafür eingesetzt, dass die Mittel im Haushalt des Freistaats bereits jetzt bereitgestellt werden. „Der Staat muss in Zeiten der Corona-Krise antizyklisch handeln und Investitionen vorziehen. Das ist hiermit geschehen“, so der Donauwörther.

Das Foto zeigt MdL Wolfgang Fackler (vorne links) mit dem Leiter der Polizeistaffel in Roth, Polizeidirektor Joachim Walzik (vorne rechts), und den Mitgliedern des Ausschusses für Fragen des öffentlichen Dienstes beim Ortstermin in Roth.
Bild: Robert Schmitt

Doch es ist nicht nur ein Großauftrag für Airbus, sondern auch eine wichtige Investition für die bayerische Polizei. Die Polizeihubschrauberstaffel Bayern ist Teil der Bayerischen Bereitschaftspolizei und betreibt an zwei Standorten in München und in Roth insgesamt acht Polizeihubschrauber. Die 90 Beschäftigten leisten einen wichtigen Beitrag in besonderen Einsatzlagen. Die ursprünglich zur Verkehrsüberwachung gegründete Einheit kommt heute vor allem bei der Suche nach Vermissten und bei Fahndungen aus der Luft als Unterstützung der Polizeikräfte am Boden zum Einsatz. Die aktuellen Hubschrauber des Typs EC 135 von Airbus Helicopters sind alle rund zehn Jahr alt und befinden sich laut Einschätzung des bayerischen Innenministeriums an seiner Leistungsgrenze hinsichtlich der Zulademöglichkeiten und seiner Reichweiten.

2022 sollen die ersten beiden Helicopter fliegen

Die veränderte Sicherheitslage und die gestiegene Anzahl an Katastrophenschutz- und Rettungseinsätzen, aber auch die zunehmenden Einsätze zur Waldbrandbekämpfung führten laut Fackler zu einer Neubewertung und zur Entscheidung, künftig größere Modelle der 4-Tonnen-Klasse in Bayern einzusetzen, wie das bereits in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Hessen, Nordrhein-Westfalen und in Thüringen der Fall ist. „Auch die bayerische Polizei favorisiert das Nachfolgemodell von Airbus. Das war bei meinem damaligen Besuch in Roth klar herauszuhören“, betont MdL Fackler.

Laut Zeitplan soll noch in diesem Jahr das Ausschreibungsverfahren veröffentlicht werden. Der Zeitplan sieht vor, dass der Zuschlag im zweiten Quartal 2021 erteilt wird. Die ersten beiden Hubschrauber könnten dann im Jahr 2022 ausgeliefert werden, ehe 2023 und 2024 jeweils drei weitere folgen. Damit verteilt sich die finanzielle Belastung für den Staatshaushalt auf drei Haushaltsjahre. (pm)

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