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Donauwörth-Nordheim

13.02.2020

Abschied bei den Nordheimer Schützen

Das Gasthaus Dietenhauser in Nordheim Donauwörth schließt im Frühjahr 2020. Zu Ungunsten der Nordheimer Vereine, denn diese verlieren ihr Vereinsheim.
Bild: Yannick Eibl

Plus Das Vereinslokal schließt bald. Aber die Schützen haben einen Unterschlupf gefunden. Und es gab eine Premiere im Verein zu feiern.

Etwas Wehmut hat bei der letztmals im Vereinslokal Dietenhauser durchgeführten Jahreshauptversammlung der Nordheimer Gemütlichkeitsschützen geherrscht. Die Vereins- und Traditionsgaststätte schließt Ende März und damit endet für die Schützen auch die Nutzung ihres Aufenthaltsraumes und Schießstandes. Aber es konnte Abhilfe geschaffen werden.

Ab April sind sie dann bei den Donauwörther Schützenkameraden zu Gast. Nicht zuletzt deshalb standen Auszeichnungen und besondere Ehrungen verdienter Mitglieder im Mittelpunkt.

Stabile Mitgliederzahl

Vorsitzender Reinhold Belli rief in seinem Rechenschaftsbericht so manche Veranstaltung und interessante Begebenheit nochmals in Erinnerung. Die Mitgliederzahl, so der Schützenmeister, pendelte sich bei einem Neuzugang auf 126 Personen, davon 39 Frauen und 15 Jungschützen, ein.

Abschied bei den Nordheimer Schützen

Sportwart Gerd Zausinger stellte die sportliche Seite des Vereins dar. So belegte Michaela Kaim bei der Stadtmeisterschaft in der Jugendklasse den ersten Platz und Senior Hans Ziegelmeier qualifizierte sich auf schwäbischer und bayerischer Ebene. Im Anschluss berichtete Schatzmeisterin Martina Müller über „schwarze“ Zahlen im Jahresabschluss und über die generell soliden Finanzen des Vereins.

Freudige Gesichter gab es bei den Geehrten: (vorne sitzend, von links) die Ehrenschützenmeister Armin Eisenwinter und Georg Sporer, Vereinswirtin und Ehrenmitglied Gertrud Dietenhauser, sowie für 60 Jahre Mitgliedschaft Karl Uhl.

Neue Ehrenschützenmeister

Zusammen mit dem stellvertretenden Gauschützenmeister Markus Müller zeichneten die Vorstände Reinhold Belli und Helmut Rasp langjährige und verdiente Angehörige der Nordheimer Schützen aus. Armin Eisenwinter und Georg Sporer wurden zu Ehrenschützenmeistern und Vereinswirtin Gertrud Dietenhauser zum Ehrenmitglied ernannt. In diesem Zusammenhang wies Belli auf die Besonderheit hin, dass Gertrud Dietenhauser das erste weibliche Ehrenmitglied im Verein ist und da Ludwig, ihr Mann, bereits 2009 zum Ehrenmitglied ernannt wurde, nun erstmals ein Ehepaar gemeinsam Ehrenmitglieder des Vereins sind.

Belli informierte über die offenen und entgegenkommenden Gespräche mit den Verantwortlichen der Donauwörther Schützengilde und bedankte sich bei deren Vorsitzendem Markus Müller für die freundliche Aufnahme. Auch Müller, sowohl in seiner Funktion als Donauwörther Schützenmeister als auch als stellvertretender Gauschützenmeister, freute sich, dass der Schießbetrieb weiter gesichert ist und hieß die Nordheimer, die weiterhin ein eigenständiger Verein bleiben, willkommen.

Oberbürgermeister weiß um die Problematik

Oberbürgermeister Armin Neudert sprach von einem besonderen Abend für den Verein und die Geehrten, denen er gratulierte. Auch sprach er die Problematik der Schließung des Gasthauses für die Nordheimer und ihre Vereine an. Neudert bezeichnete den Beschluss des Stadtrates zur „Dorferneuerung“ für einen guten Weg und zeigte sich zuversichtlich für eine „Nordheimer Versammlungsstätte“. In dieser Übergangszeit könne die Nutzung des Schulungsraumes im Feuerwehrhaus eine Alternative sein.

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