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Wemding

09.07.2020

Auf Entdeckungsreise im Wemdinger Kunst-Museum

Es gibt viel zu entdecken im Kunst-Museum Donau-Ries – und darf jetzt auch wieder entdeckt werden: unter anderem die opulenten Arbeiten von Barbara Mechler.
Bild: Barbara Würmseher

Plus Im Wemdinger Kunst-Museum Donau-Ries ist jetzt beinahe wieder so etwas Normalität eingekehrt. Die weitläufige Einrichtung ist für Besucher bestens gerüstet.

Nach Wochen der Leere und des Stillstands ist im Wemdinger Kunst-Museum Donau-Ries jetzt wieder beinahe so etwas wie beglückende Normalität eingekehrt. Das Atelier hat erstmals wieder Künstlern einen Raum für kreative Aktivitäten geben dürfen, und das Publikum ist nicht mehr nur dazu verdammt, lediglich im Vorbeiflanieren von außen einen Blick auf die Schaufensterfront zu werfen.

Dort hatten während der strengen Wochen des Corona-Lockdowns Künstler ihre Arbeiten nach dem Motto „Einblicke von außen“ ausgestellt wie etwa Lamellenvorhänge mit fröhlich-bunten Motiven oder großflächige Hinterglastechnik in blauer Wabenoptik. Ebenso sind die Arbeiten Jugendlicher aus dem Workshop „Typografie“ in den Schaufenstern zu besichtigen. Diese sind dem Themenschwerpunkt „Was ist Leben?“ gewidmet.

Annette Steinacker-Holst leitet das Museum.
Bild: Barbara Würmseher

Viel Raum für spannende Auseinandersetzung mit Kunst

Museumsleiterin Annette Steinacker-Holst freut sich, nun wieder die Türen öffnen zu dürfen und bei einer Gesamtfläche von 4650 Quadratmetern auch den erforderlichen Hygiene-Abstand garantieren zu können. In der Weitläufigkeit des einstigen Möbelhauses ist viel Raum geboten für spannende Auseinandersetzung mit Kunst in vielen Schattierungen. Nicht von ungefähr gilt das Kunst-Museum als eine einzigartige Begegnungsstätte von Kunst, Kultur und Menschen aller Art.

Neben der Dauerausstellung zu Ernst Steinacker und der damit verbundenen Hommage an den bedeutenden Bildhauer überrascht im Museum unter anderem auch eine Sonderausstellung mit Arbeiten von Barbara Mecheler. Die heute in Amerdingen lebende Künstlerin gilt als eine „Entdeckung im Landkreis“, wie Annette Steinacker-Holst es nennt. Auf vorrangig großformatigen Leinwänden hat sie opulente, farbkräftige Werke in Mischtechnik geschaffen, die neben dem künstlerischen Ausdruck philosophische Betrachtungen enthalten, Lebensgeschichten erzählen oder gesellschaftspolitische Ansätze beinhalten.

Es gibt viel zu entdecken im Kunst-Museum Donau-Ries – und darf jetzt auch wieder entdeckt werden: unter anderem die künstlerisch gestalteten Lamellen (unten rechts).
Bild: Barbara Würmseher

Wemdinger Museum: Von "Blind wie die Nacht" bis "Afrika"

„Blind wie die Nacht“ ist ein weiteres Projekt, das aus der Zusammenarbeit mit dem blinden Musiker und Wemdinger Pfarrvikar Rainer Herteis entstanden ist. Und „Afrika“ lautet eine andere Station mit Skulpturen und Malerei, die dem Anliegen der Völkerverständigung entspringt. Aber nicht nur diese Schwerpunkte gibt es zu entdecken. Die Wege durchs Haus sind gesäumt von Bildender Kunst – vorrangig zeitgenössischen Ursprungs. Darüber hinaus füllt sich diese Kunststätte aber stets auch mit allen möglichen Bereichen der Kunst: Musik, Theater, Literatur, Tanz ... und erfindet sich immer wieder neu.

Es gibt viel zu entdecken im Kunst-Museum Donau-Ries – und darf jetzt auch wieder entdeckt werden: unter anderem wabenartige Schaufenstermalerei.
Bild: Barbara Würmseher

Das ursprünglich geplante Veranstaltungsprogramm des Museums ist coronabedingt derzeit noch nicht wieder aufgenommen worden. Auf der Homepage werden Interessierte über Termine und mehr auf dem Laufenden gehalten: http://kunstmuseum-donauries.de/home.htm. Öffnungszeiten: Sonntag 14.30 bis 16.30 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (09092/9100484).

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