Hoigata

04.11.2017

Bayerisch – zünftig

Volksmusik in ihrer echten unverfälschten Form gab es beim Hoigata zu erleben, der das Donauwörther Zeughaus zum Klingen brachte.
Bild: Lorenz Fitzel

Bunter Volksmusikreigen mit Polka, Marsch und Anekdoten

„Zünftig aufg’spuilt ham’s“ die Musikanten beim Musikalischen Hoigata im Rahmen der 44. Kulturtage. Josef Basting, Kapellmeister der Donauwörther Stadtkapelle, Leiter der Musikschule und bravouröser Entertainer zeigte wieder einmal mehr seine Talente. Mit viel Gespür stellte Josef Basting einen bunten Reigen aus dem Genres der Volksmusik vom Landler, Polka und Marsch zusammen und führte mit Anekdoten und schwäbischen Geschichten durch einen schwungvollen Abend.

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Die „Boayrisch Blos´n“ mit Michael Bürle (Akkordeon), Bernd Herrle und Herbert Balleis (Flügelhorn), Franz Josef Braun (Tuba) Hans Schmid und Günther Hohl (Basstrompete). Temperamentvoll spielten sie „Erinnerungen an Brennberg, den flotten Marsch „dem Land Tirol die Treue“ und die Hasnhansel-Polka, um nur einige zu nennen. Bei den Boarisch Blos´n erklang aus jedem Instrument die Freude an der Musik.

Wieder beim Hoigarta dabei war die Stubenmusik der Musikschule unter der Leitung von Maria Graf an der Gitarre, Katharina Beck am Hackbrett und Sarah Rowsha. Routiniert spielten die sympathischen Musikerinnen die „Kirchberg-Polka von Sigi Ramstötter, Ländler Nr. 8 und 9. Bereits nach den ersten Liedern ernteten sie vom Publikum viel Beifall.

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Still wird’s immer im Saal, wenn als Solist Hans Löffler auf die Bühne tritt. Virtuos spielt er auf seiner Steirischen Harmonika den „Gamskogl-Boarischer, den „Steirer-Muckel“ und den „Steirischen Landler“. Wieder mit von der Partie waren das Quartett „Heidi´s Schrammeln“ mit Heidrun Krech-Hemminger (Geige), Astrid Hartmann (Akkordeon), Hans Dauser (Gitarre) und Josef Basting (Kontrabass). Exzellent spielten sie die „Löffelpolka“, den Marsch „Münchner Hetz und Gaudi“ und den Klassiker das Chiantilied von Gerhard Winkler. Selbstverständlich sangen alle Gäste mit.

Weitere Volkslieder „auf der schwäb’schen Eisebahne“, das „Bozener Bergsteigerlied“ und „Kein schöner Land“ wurden von den Hoigarta Besucher kräftig mitgesungen.

Eine Premiere gab´s bei diesem Hoigarta auch. Josef Basting. Er hat aus seinem Notenfundus die Originalfassung von „Prosit der Gemütlichkeit“ mit allen fünf dazugehörenden Strophen ausgekramt. Jetzt höre und staune man, dieses vermeintlich urbayerische Lied hat seinen Ursprung in Bremen bei den „Nordlichtern“.

Es dauerte eine lange Zeit bis dieses gesellige Trinklied in Bayern angekommen ist und heute ist dieses „Prosit der Gemütlichkeit“ aus Bayern nicht mehr wegzudenken und gehört zu einer gemütlichen Runde, wie das Hofbräuhaus zu München.

Auf vielfachen Wunsch aus dem Publikum gab Klaus Stefan das schwäbische Gedicht „Sündenfall“ zum Besten. Grandios vorgetragen zog er die Zuhörer in seinen Bann. Diese dankten ihm mit langanhaltendem Beifall. In einem alten Couplet „ Der Fensterputzer Kare“ glänzte Josef Basting mit herausragender Stimme und beim Refrain sangen alle vergnügt mit. Mit dem spätromantischen Lied „Ade zur guten Nacht“ verabschiedeten sich die Hoigarta Musikanten von ihren begeisterten Fans bis zum nächsten Jahr. (dz)

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