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Musik

05.12.2019

Besinnliches in vielen Klangfarben

Der Gesangverein Harmonie Donauwörth war Gastgeber beim achten Donauwörther Adventskonzert in Heilig Kreuz.
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Der Gesangverein Harmonie Donauwörth war Gastgeber beim achten Donauwörther Adventskonzert in Heilig Kreuz.

Beim achten Donauwörther Adventssingen gibt es fürs Publikum reichlich Abwechslung – von Tradition bis Moderne

Als Gastgeber nahm sich der Gesangverein Harmonie unter Leitung von Gabriele Meier mit drei Beiträgen beim achten Donauwörther Adventskonzert bescheiden zurück und überließ die „Bühne“ in der mehr als vollbesetzen Heilig-Kreuz-Kirche den Gästen. Während Pater Blasius Mayer mit seiner besinnlichen Betrachtung den Wunsch verband, dass sich im Advent „das Licht“ neu entfalten möge, begrüßte Manuela Hoidn die Konzertgäste, sprach dankende Schlussworte und ansonsten standen Chor-, Orchestermusik und Orgelspiel im Mittelpunkte.

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Weder langatmige Moderationen noch regelmäßiger Applaus unterbrachen Besinnung und adventliche Vorfreude und sorgten für ein eindrucksvolles und ansprechendes Programm. Lediglich die Pastorell-Sonate in G-Dur von Johann Melchior Dreyer enthielt für die unruhig werdenden Zuhörer dann doch etwas zu viel sich wiederholender Dreierklänge.

Mit dem wunderbaren Orgelchoral „Komm du Heiland aller Welt“ eröffnete der Heilig-Kreuz-Organist Edgar Pfalz geradezu musikalisch meditierend das Konzert und fügte als barocke Instrumentalkomposition von Alessandro Poglietti das Ricercare „Der Tag ist so freudenreich“ in das Programm. Instrumental selbst begleitete sich des Auchsesheimer St. Georg Septett bei „Die Augen weit“ nach Text und Melodie von Kathi Stimmer-Salzeder. Das junge Ensemble überzeugte leise und stimmungsvoll mit „The First Noel“. Populär begleiteten die feinen Stimmen „Maria durch den Dornwald“ und verstärkten die festliche Grundstimmung durch die Einbindung ganz junger Sängerinnen zu „Adeste fideles“ im Satz von John Reading. Den verhaltenen Sonderapplaus (man sollte ja nicht zwischendurch klatschen) hatte sich das Ensemble unter der unauffälligen Leitung von Susanne Kleinle mehr als verdient.

Besinnliches in vielen Klangfarben

Aus den vielfältigen Bearbeitungen der Bach-Kantate „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ wählte Heidi Thum-Gabler für das Orchester des Gymnasiums Donauwörth das Arrangement von Brubaker. Eine besondere Ausstrahlung vermittelten die 20 Musikerinnen und Musiker in Albinonis „Adagio in g-Moll“ und bescherten zusammen mit der Musical Company der Schule schon mal musikalisch eine „White Christmas“.

Eine großartige Bereicherung für das Konzert bildeten Orchester und Chor des Gymnasiums zusammen mit der Kaisheimer Musical Company als größte Gruppe. Ein großes Gloria mit hellen „Engelsstimmen“ ließ „der Engel helle Lieder“ wunderschön erklingen. Als Solistin dieser Company bestach Carla Luxenhofer ausdrucksstark im „Ave Maria“ von Ghost-Dech-Riddick unter Begleitung von Anna Berger an der Harfe.

Harfenklänge begleiteten auch die vorweihnachtliche Botschaft „A Liachtschein liegt überm Land“ im Satz von Lorenz Maierhofer. Das Trio Julia Mertin, Viktoria Bitomsky und Sophia Wagner, ebenfalls aus dem Musical-Company-Esemble brachten leuchtend sanft das schwedische „Weihnacht, strahlende Zeit“ in perfekter Darbietung. Ein kurzer Satz als Ausgleich für die zuvor strapazierende Pastorell-Sonate.

Den Titel „Erfreut euch, ihr Menschen auf Erden“ nach dem Satz von Hans Bruckner setzte der Gesangverein Harmonie in freudigen Gesang um und nicht nur beim weitverbreiteten „Es ist ein Ros entsprungen“ nach Michael Praetorius entsprachen die 15 Frauen mit klarem Sopran und die elf tragenden Männerstimmen dem präzisen und gut führenden Dirigat von Gabriele Maier.

Das war auch bei der weihnachtlichen Chormusik „Leise rieselt der Schnee“ nicht anders. Nicht zuletzt setzte auch die Donauwörther Saitenmusik unter Maria Graf konzertante Akzente, aber eben mit traditionellen Volksweisen. Katharina Beck (Hackbrett) Lea Bestle (Zither) und Sara Rowshan (Alt-Blockflöte) konnten mit den „Vilshofener Gedanken“, dem „Maihinger Menuett“ und der „Pollinger Weihnachtsmusik“ als junge „Frontmusikerinnen“ überzeugen, während Angela Storr (Bass) und Maria Graf (Gitarre) den „Background“ bildeten.

Weil mit dem ersten Advent verwoben, setzte das gemeinsame Lied „Macht hoch die Tür“ aller Mitwirkenden und Konzertbesucher den passenden Schlussakkord. Lang anhaltender Schlussapplaus, im Stehen gespendet, bestätigte allen Darbietenden den Erfolg ihres stimmungsvollen Konzerts, dessen Erlös den „Donauwörther Bürgern in Not“ zufließen wird.

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