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Jubiläum

24.10.2019

Blick zurück, aber noch mehr in die Zukunft

Die Grund- und Mittelschule in Bäumenheim ist in die Jahre gekommen. Sanierung oder Abriss und Neubau sind aktuelle Themen. Jetzt wurde das 50-jährige Jubiläum des Schulverbands gefeiert.
Bild: Helmut Bissinger

Beim Festakt geht der Blick auch nach vorne. In fünf Jahrzehnten hat sich die Schule stark verändert. Nun steht der Schulverband vor großen Herausforderungen.

Die Aula der Grund- und Mittelschule in Bäumenheim hat viele glanzvolle Veranstaltungen erlebt. Doch ihre Tage wie jene der gesamten Schule sind gezählt, steht doch eine Herkulesaufgabe an: Das Gebäude muss saniert werden. Sogar ein Abriss und Neubau sind im Gespräch. Jetzt galt es in der Aula aber erst noch einmal zu Feiern: Zum 50-jährigen Bestehen blickte man auf die Geschichte des Schulverbandes zurück.

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Eben jener Schulverband, den die Gemeinden Bäumenheim, Mertingen und Oberndorf tragen, steht vor wichtigen Entscheidungen. „Wir haben viel vor“, erklärte denn auch Vorsitzender und Bäumenheims Bürgermeister Martin Paninka. Er hofft, wie er am Rande sagte, „dass wir noch vor den Kommunalwahlen eine Entscheidung über die Zukunft der Schule herbeiführen können“. Wie man die Kosten (rund 20 Millionen Euro) aufbringen will, ist weiterhin ungeklärt. Paninka hofft auf eine kräftige Förderung der Regierung von Schwaben.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich zusammen mit ihren Lehrkräften einiges einfallen lassen, um der Feierstunde einen angemessenen Rahmen zu verleihen. Die Bläser waren dabei, ebenso wie Akteure aus dem Schulspiel, ein Chor, die bilinguale Klasse und zwei Klassen mit einem Tanz. Im Beisein der Bürgermeister Albert Lohner (Mertingen) und Hubert Eberle (Oberndorf) sowie Verbands- und Gemeinderäte fanden die Organisatoren eine gute Mischung aus Unterhaltung und Information.

Blick zurück, aber noch mehr in die Zukunft

„Eine Schule wandelt sich ständig, ist gesellschaftlichen Entwicklungen unterworfen, aber auch die Menschen, die hier arbeiten, prägen den Charakter immer wieder neu.“ So fasste Rektor Maximilian Briegel die Veränderungen zusammen. Früher hätten sich die Schüler vielleicht mit Taschenmessern beschäftigt („was heute möglicherweise schon einen Polizeieinsatz auslösen würde“), heute seien es die digitalen Medien. Die Ansprüche seien anders als vor 50 Jahren, ebenso wie die Unterrichts- und Prüfungsformen.

Briegel erinnerte in seiner Rückschau an die Gründung der Schule, den Aufbau eines Schulgartens und Sanierungsmaßnahmen. Die Schulturnhalle könne mittlerweile aus Sicherheitsgründen nur noch von 50 Menschen genutzt werden. Ohne es anzusprechen, zeigt dieser Umstand, wie sehr das Gebäude (mit dem benachbarten Hallenbad) in die Jahre gekommen ist. Dies klang auch bei Elternbeiratsvorsitzender Angela Schneider durch. Sie hoffe auf eine gute Zukunft. „Ich bin sicher, dass besonnen und nicht leichtfertig entschieden wird.“ Schneider rühmte die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Elternbeirat und Schulleitung.

„Die Schule ist zu einem eigenverantwortlichen Betrieb geworden“, fasste Schulamtsdirektorin Andrea Eisenreich zusammen. Trotz allem Wandel, lasse sich Bildung nicht einfach „downloaden“. Engagierte Pädagogen seien erforderlich, um jungen Menschen Bildung zu vermitteln. Nichtsdestotrotz gelte es, mit den Entwicklungen in der Gesellschaft gerecht zu werden - und die seien rasant.

An die Geburtsstunden des Schulverbandes hatte zuvor Martin Paninka erinnert. Nicht aus freien Stücken sei dies seinerzeit geschehen, sondern aufgrund einer Rechtsverordnung nach der Schulreform. Er listete die Umbauten auf. Aus einem Gebäude, in dem ursprünglich einmal eine Konservenfabrik angesiedelt werden sollte, sei die Schule geworden. Man habe sie mehrmals renoviert, erweitert, ihre Attraktivität gesteigert. Nun aber sei die Zeit gekommen, den Komplex auf den Prüfstand zu stellen. Auch die Verantwortlichen der Schule seien eingebunden, da es nun um Generalsanierung oder Neubau gehe.

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