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Brückenfest Harburg: Ein Kraftakt mit Grenzen

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Kommentar Von Wolfgang Widemann
29.07.2018

Das Brückenfest und seine Finanzierung sorgen in der Stadt Harburg für Diskussionsstoff.

Alle größeren Kommunen im Donau-Ries-Kreis haben ein großes Fest und andere Veranstaltungen, die regelmäßig über die Bühne gehen. Als Veranstalter fungiert in aller Regel die Stadt oder Gemeinde. Die lässt sich das einiges Geld kosten.

In Harburg ist das etwas anders. Dort gibt es einen Weihnachtsmarkt, „Kunst im Park“, seit über 200 Jahren das Bockfest und seit 1985 das Brückenfest, das klein anfing und sich zu einem dreitägigen Spektakel entwickelte. Verantwortlich dafür ist der Heimatverein. Der zählt seinem Vorsitzenden Holger Fickel zufolge lediglich 25 Aktive und vollbringt jedes Mal einen Kraftakt.

Aus Sicht der Stadt ist dieses Engagement ein Glücksfall. Da sollte es doch kein Problem sein, dass die Kommune dem Verein mit einer moderaten Finanzspritze unter die Arme greift – gerade unter dem Gesichtspunkt, dass dieser Werbung für die Stadt macht und deren Image aufpoliert.

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In Harburg ist die Situation aber nicht so einfach. Die Kernstadt zählt gerade mal 2400 Einwohner. In den übrigen neun Ortsteilen sind es etwa 3000. Dort finden ebenfalls kleine und große Feste statt – ohne jegliche Förderung. Deshalb ist der Zuschuss für den Heimatverein eine kitzelige Angelegenheit.

Insgesamt betrachtet ist die Entscheidung des Stadtrats aber gut. Wenn das Brückenfest als „Stadtfest“ begriffen wird, haben alle Bewohner – auch die in den Ortsteilen – etwas davon. Das Ambiente an der Wörnitz ist einzigartig. Dort lässt es sich schön feiern.

Dem Ganzen sind jedoch Grenzen gesetzt. Das haben die Räte den Verantwortlichen des Heimatvereins klar mit auf den Weg gegeben. Ziel muss sein, das Fest wirtschaftlich und im Einklang mit anderen Veranstaltungen zu organisieren. Es wäre ein gutes Zeichen, würde 2019 ein Gewinn übrig bleiben und der Zuschuss könnte reduziert werden.

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