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Bürgerversammlung digital: Ein Format mit Zukunft

Kommentar Von Thomas Hilgendorf
03.12.2020

Die Einsicht fällt nicht leicht: Die Corona-Pandemie beschleunigt so manche technische Entwicklung. Das sieht man auch vor der eigenen Haustür, lokal im Netz.

Irgendwie kommt einem der Satz nicht leicht über die Lippen und schon gar nicht lässt er sich ohne Wenn und Aber einfach so abdrucken – und trotzdem muss er an dieser Stelle gesagt werden: Ja, Corona beschleunigt viele technische Entwicklungen. Deswegen wird kaum jemand diesem seltsamen Virus mit seinen so völlig unterschiedlichen Auswirkungen auf die Menschen dankbar sein. Aber, die Floskel stimmt nun mal ein stückweit: Jede Chance birgt eine Chance. Bei der digitalen Bürgerversammlung in Donauwörth ließ sich das unschwer erkennen. Während sich in manchen Jahren nur eine kläglich kleine Gruppe wackerer Bürger aufgemacht hatte, um den Zwischenbilanzen des Oberbürgermeisters zu lauschen, waren es am Mittwochabend durchschnittlich fast 1000 Bürger, die sich über das Internet einloggten.

Auch nach Corona ein gangbarer Weg?

In den Chatverläufen war des öfteren zu lesen, dass dieses Format auch „nach Corona“ – was, so Gott will, hoffentlich bald sein wird! – als gangbarer Weg der Transparenz und Bürgerbeteiligung wünschenswert wäre. Hybrid wäre das auf jeden Fall denkbar – also zum einen als klassische Präsenzveranstaltung gesellig in einem Saal, und für diejenigen, die es lieber zuhause in heimeliger Atmosphäre mitkriegen wollen, über den Livestream im Netz. Freilich ist das auch eine Kostenfrage, die es einer Kommune aber im Sinne der Beteiligung der Menschen an der Lokalpolitik wert sein sollte.

Eine Befürchtung konnte indes ausgeräumt werden: Die typischen Pöbler im Netz blieben offline.

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