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16.12.2020

Corona: Änderungen bei Gottesdiensten im Kreis Donau-Ries

Auch an Weihnachten können Christmetten und Gottesdienste nur unter strenger Einhaltung der Corona-Maßnahmen abgehalten werden. Da ab 21 Uhr Ausgangssperre gilt, müssen die Gemeinden nochmals neu planen.
Bild: Thomas Hilgendorf

Plus Im katholischen wie auch im evangelischen Dekanat Donauwörth und anderswo muss man bei den Gottesdiensten zu Heiligabend umplanen. Einiges muss ausfallen.

Das Coronavirus wirft feste Planungen um, nimmt dabei weder Rücksicht auf Lebenssituationen, Befindlichkeiten noch aufs Kirchenjahr. Für die jüngst angekündigten kirchlichen Termine an Heiligabend haben sich jetzt einige Veränderungen aufgetan – die Christmetten zu später Stunde müssen aufgrund der Ausgangsbeschränkungen verschoben werden.

Dekan Robert Neuner hat für das katholische Dekanat beziehungsweise die Pfarreiengemeinschaft Donauwörth eine Verlegung der Christmetten am Heiligen Abend angekündigt.

Statt um 20.30 Uhr beginnt die frühere der Christmetten jetzt um 17 Uhr, die spätere von 22.30 Uhr jetzt um 19 Uhr.

Die frühere Christmette wird von 18 auf 15 Uhr verlegt, die spätere von 21.30 Uhr auf 18 Uhr.

Hier wird die erste Christmette von 21 auf 17 Uhr, die zweite von 23 auf 19 Uhr vorverlegt.

Dekan Neuner betont, dass die bisherigen Anmeldungen für die Gottesdienste ihre Gültigkeit behielten, es müsse sich niemand neu anmelden – die Besucher der früheren Christmetten gehen nun ebenfalls zu den früheren Gottesdiensten. Ohne Anmeldung gehe es heuer leider nicht, so Neuner.

Die Gottesdienste der katholischen Pfarreiengemeinschaft im Freien, die in den Stadtgebieten Riedlingen, Parkstadt und Innenstadt angedacht waren, müssten nach den neuen Verordnungen zum Infektionsschutz entfallen. Hintergrund sei die kaum zu gewährleistende Abstandsregel bei den geplanten Stationengottesdiensten. Man hätte kurzfristig einen enormen Aufwand an Ordnern betreiben müssen, der nicht ohne Weiteres zu stemmen sei in der Kürze der Zeit. „Wir haben auch Sorge, dass wir die aktuellen Maßgaben nicht erfüllen könnten“, erklärt Neuner. Bei den Gottesdiensten zwischen den Jahren untertags seien bis dato keine Änderungen vorgesehen. Sie würden allesamt in aller Vorsicht durchgeführt – sollte sich nicht doch noch die ein oder andere Vorschrift ändern.

In Mertingen ist die Gottesdienstordnung schon klar. Wie das Pfarrheim St. Vitus mitteilt, wird um 10 Uhr eine Kindermette stattfinden. Um 15 Uhr und um 19 Uhr kann dann die Christmette gefeiert werden. In Druisheim findet diese um 17 Uhr statt. Die Gottesdienste können nur mit vorheriger Anmeldung besucht werden, was nach den Gottesdiensten am Wochenende erledigt werden kann. Ab Montag ist auch eine telefonische Anmeldung zwischen 16 und 17 Uhr (Druisheim) und zwischen 17 und 18 Uhr (Mertingen) möglich. Telefon: 09078/223.

Christvesper auf der Freilichtbühne

In der evangelischen Gemeinde in Donauwörth ist derzeit noch nicht klar, wie man mit der Ausgangsbeschränkung ab 21 Uhr und den Christmetten, die eben in der Regel zu später Stunde stattfinden, konkret umgehen soll. Dekan Johannes Heidecker sagt, es gebe Überlegungen, die Christmette vorzuziehen; ganz klar sei das aber noch nicht. Fakt sei indessen, dass die angedachte Christmette „nicht geht wie beabsichtigt“. Zuletzt hatte die evangelische Gemeinde davon abgesehen, dass sich die Gläubigen anmelden müssen – auch das sei jetzt, nach der Verschärfung der Maßnahmen, nicht mehr klar. In den kommenden Tagen werde man intensiv beraten, ob und wann eine Christmette stattfindet und in welcher Form die Anmeldung läuft. Derweil wolle man aber an den Planungen der Heiligabend-Gottesdienste (Christvesper) auf der Freilichtbühne am Mangoldfelsen in Donauwörth um 16 und 18 Uhr festhalten – „sie stehen im Moment nicht zur Disposition“, sagt Dekan Heidecker. Man werde jedoch streng auf die Einhaltung der Abstände zwischen den Hausständen achten. Zudem sei Gesang nur kleineren, festen Ensembles beziehungsweise dem Liturgen vorbehalten.

In Rain ist es schon beschlossen, dass die evangelischen Kindergottesdienste am 24. Dezember um 15 und um 16.30 Uhr stattfinden. Was aber aus der Christmette wird, soll bis 17. Dezember entschieden werden.

Auf jeden Fall empfiehlt es sich, auch hinsichtlich der anderen Pfarreien und Gemeinden des Landkreises die Aushänge an den einzelnen Kirchen oder die entsprechenden Internetpräsenzen zu beachten. Denn eines bleibt in diesen Tagen ganz im Allgemeinen konstant: die ständige Veränderung der Lage.

Um die Pläne der Pfarreien zu berücksichtigen, veröffentlichen wir in der gedruckten Freitagsausgabe der DZ nur die Gottesdienste bis einschließlich vierten Advent. Die Weihnachtsgottesdienste werden in der kommenden Woche möglichst aktuell veröffentlicht.

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