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Verkehr

17.06.2015

Das Auto bleibt in der Garage

Auch die Hermann-Fendt-Kindertagesstätte nimmt an der Aktionswoche „Ohne Auto zu Schule und Kita“ teil. Die Leiterin Sibylle Paulus (links) hat sich zusammen mit ihren Kolleginnen ein besonderes Programm für die Kinder ausgedacht. Organisatorin Sieglinde Schönherr (zweite von rechts) und der Bürgermeister Martin Paninka freuen sich, dass das Projekt gut bei den Kindern und Eltern ankommt.
Bild: Schneid

Die Aktionswoche in Donauwörth und Bäumenheim soll Kinder dazu animieren, zu Fuß zur Schule oder Kita zu kommen

Einfach mal das Auto stehen lassen und zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Schule oder Kindertagesstätte (Kita) kommen: Das ist die Idee der Aktionswoche „Ohne Auto zu Schule und Kita“, die in Donauwörth und Bäumenheim noch bis Freitag durchgeführt wird.

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In Donauwörth beteiligen sich die Mangold-Grundschule, die Mädchenrealschule St. Ursula und der städtische Kindergarten Schneegarten daran. Daneben nehmen die beiden Kindertagesstätten Maria Immaculata und Dr.-Hermann-Fendt sowie die Grund- und Mittelschule in Asbach-Bäumenheim teil. Unterstützt wird die Aktion unter anderem von der Verkehrswacht und vom Lokalen Bündnis für Familie Donau-Ries.

Die Aktion richtet sich in erster Linie an die Kinder, damit sie sich mehr an der frischen Luft bewegen, meint Sieglinde Schönherr. Die Referentin für Familie, Kinder und Soziales in Bäumenheim hat dort die Aktionswoche organisiert.

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Bleibt das Auto in der Garage, könne sowohl die Umwelt geschont als auch das Verkehrschaos beim Hinbringen und Abholen der Kinder vermieden werden. „Gerade dann ist das Gefahrenpotenzial für Kinder groß“, ist sich Schönherr sicher. Sie erzählt, dass sie von Anliegern angesprochen wurde, die der Aktion positiv gegenüberstünden. Denn der viele Verkehr sei auch für die Anwohner eine Belastung.

Schönherr denkt an weitere Vorteile der Aktion: Mit anderen Kindern zur Schule oder Kita zu laufen, könne die sozialen Kontakte und die Selbstständigkeit fördern. Klar gebe es Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto bringen und dann weiter zur Arbeit fahren, meint die Organisatorin. Doch sie habe schon gehört, dass manche Kinder in der Aktionswoche zum Schulbus laufen oder Eltern ein Stück vor der Einrichtung parken, um die letzten Meter zu laufen.

Jede Einrichtung in Bäumenheim hat sich ein besonderes Programm überlegt, um den Kindern das Thema Verkehr näherzubringen. Die Kinder der Kita Maria Immaculata werden auf dem Verkehrsübungsplatz den Laufradführerschein absolvieren, in der Schule kommen zwei große Ampelmännchen zum Einsatz. Die Leiterin der gemeindlichen Kita Dr.-Hermann-Fendt, Sibylle Paulus, und ihre Kolleginnen nehmen sich für die Aktionswoche vor, mit den Kindern Lieder zum Thema Verkehr zu singen, sie bekommen Besuch von einem Polizisten, lernen Verkehrsschilder und essen ein Ampelbrot mit Tomaten, gelber Paprika und Gurken.

Jedes Kind, das zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad zur Kita kommt, darf sich jeden Morgen einen Sticker aussuchen und diesen an die Wand kleben. Dort haben die Kinder den Weg zur Kita realitätsnah aus Tonpapier angebracht. Nicht nur die Mädchen und Buben sind bei der Aktionswoche gefordert, auch die Eltern werden eingebunden. Denn sie „müssen mitmachen, sonst hat die Aktion keinen Wert“, sagt Paulus. Am Ende der Woche bekommt jedes Kind eine Urkunde. Der Bäumenheimer Bürgermeister Martin Paninka findet es großartig, dass sowohl die Schule als auch die beiden Kindertagesstätten teilnehmen. Er sagt: „Das wichtigste ist, dass die Aktion eine nachhaltige Wirkung hat.“

Als Sponsoren hat Schönherr die Sparkasse und die Raiffeisen-Volksbank in Bäumenheim gewonnen, die jeweils 300 Euro spenden. Ebenso wird die Gemeinde 300 Euro zuschießen. So können alle drei Einrichtungen in Bäumenheim Spiel- und Sportgeräte anschaffen.

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