1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Der Gestank soll ein Ende haben

30.01.2014

Der Gestank soll ein Ende haben

Die Biogasanlage in Hamlar sorgt für Geruchsbelästigung in den angrenzenden Gemeinden und Städten Hamlar, Bäumenheim, Nordheim und Donauwörth.

Landrat vereinbart mit Betreiber verschiedene Maßnahmen

Die Biogasanlage in Hamlar soll bald nicht mehr stinken. In einem Gespräch zwischen Landrat Stefan Rößle und Betreiber Erhard Schiele sind verschiedene Maßnahmen vereinbart worden, teilte das Landratsamt gestern mit. Rößle habe bei dem von ihm angesetzten Treffen unmissverständlich deutlich gemacht, dass der derzeitige Zustand nicht länger andauern dürfe. Der Betreiber habe im Gegenzug betont, dass ihm die Situation selbst unangenehm sei und kündigte umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Situation an.

Die seit November deutlich zugenommene Geruchsbelästigung führte Schiele auf eine von außen zunächst nicht feststellbare reduzierte Funktionsweise eines Abluftfilters zurück, die erst Ende Dezember entdeckt worden sei. Die Reparaturmaßnahmen würden diese Woche abgeschlossen.

Weiter wurde ferner vereinbart, dass dem Landratsamt bis zum heutigen Freitag ein schlüssiges Konzept zur Abluftreinigung mittels Biowäscher und Biofilter vorgelegt wird. Nach einer Wirksamkeitsprüfung durch die Kreisverwaltung sollen die Änderungen an der Lüftungs-, Reinigungs- und Filtertechnik bis spätestens 7. Februar genehmigt werden. Landrat Rößle betonte, dass dann sofort mit der Umsetzung der Maßnahme begonnen werden müsse.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Vonseiten des Landratsamts wurde dem Betreiber zudem mitgeteilt, dass die Wiederbefüllung des Substratlagers 2 erst nach der für April oder Mai geplanten Errichtung einer Folienhaube zugelassen werden kann. Schiele habe versprochen, die entsprechenden betriebstechnischen Voraussetzungen bis zum heutigen Freitag zu prüfen.

Des Weiteren erklärte er, in der Anlage würden keine Schlachtabfälle im eigentlichen Sinn, sondern lediglich – wie von der Genehmigung der Regierung von Schwaben genehmigt – relativ geruchsarme Stoffe wie Tierblut und Gülle ähnliches Material verwendet. Er gestand zu, bis auf Weiteres auf den Einsatz bestimmter genehmigter aber besonders geruchsintensiver Stoffe, wie etwa Fettabscheiderrückstände, zu verzichten.

Zum Abschluss der Besprechung wurde dem Betreiber laut Pressemitteilung verdeutlicht, dass eine unverzügliche Umsetzung des gesamten Maßnahmenpakets erwartet werde und er im Falle vermeidbarer Verzögerungen, spätestens aber im Falle der nicht vollständigen Erfüllungen der Forderungen des Landratsamtes bis Frühjahr mit der Stilllegung der Anlage rechnen müsse. Die Vorbereitungen für entsprechende rechtliche Schritte würden bereits getroffen. (pm)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
_AKY8826.JPG
Kreis Donau-Ries

Plus Tierarzt: Illegaler Handel mit Schmerzmitteln?

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden