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Bund und Länder beschränken Feiern in öffentlichen Räumen auf 50 Teilnehmer

13.07.2010

Der Natur auf der Spur

Runter mit dem Pelz! Bei der Hitze sicherlich auch für das Schaf eine Erlösung. Vor allem die Kinder verfolgten das Scheren mit großer Aufmerksamkeit. Foto: evm
Bild: evm

Tagmersheim-Blossenau Hoch über der herrlichen Landschaft der Monheimer Alb reihen sich bunte Zelte aneinander, rund um das Blossenauer Kräuterhäusl herrscht ein lebhaftes Treiben. Die Kinder kraxeln auf Baumstämmen und Slacklines, erproben sich als Naturforscher, stampfen und modellieren Ton und basteln hingebungsvoll aus Naturmaterialien kleine Kunstwerke.

Die mehr als 20 Aktiven des Arbeitskreises "Natur Erleben zwischen Ries und Altmühl" hatten sich ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt zur Einweihung des Kräuterhäusls einfallen lassen, um sich und ihr Angebot zu präsentieren. Zahlreiche Besucher, darunter auch eine Gruppe von der Stiftung Schweinspoint, waren der Natur auf der Spur.

Programm für Jung und Alt

Die Erwachsenen konnten sich über Naturprodukte, Naturkosmetik, alternative Heil- und Entspannungsmethoden informieren und vieles gleich ausprobieren wie Qi Gong oder Jin Shin Jyutsu. Für Klein und Groß gleichermaßen spannend waren das Schafscheren, der Blick in den gläsernen Bienenstock und die großen versteinerten Fossilien aus dem Mühlheimer Erlebnissteinbruch.

Der Natur auf der Spur

Natürlich gab es auch etwas für das leibliche Wohlbefinden: blütendekorierte Häppchen, Kräutereistee, Kräuterpuffer, Rahmfleck, Honigwein und vieles mehr. "So viel Gutes auf einmal, da fällt die Wahl schwer", stellte eine Besucherin fest, "nehm ich halt von allem a bisserl", fügte sie verschmitzt hinzu.

Klein aber fein lautet die Philosophie von "Natur Erleben", wie Initiatorin Eva Münsinger in ihrer Ansprache betonte, "Wir wollen keinen neuen Erlebnispark, sondern mit einfachen Mitteln die Naturschätze vor unserer Haustüre zeigen". Mit einem feierlichen Gottesdienst, umrahmt von den Bläsern der Monheimer Stadtkapelle, weihte Pfarrer Paul Schwitalla das Kräuterhäusl im Beisein zahlreicher Vertreter der Kommunen und von Behörden ein.

Georg Schnell, Bürgermeister der Gemeinde Tagmersheim, lobte in seiner Rede das große ehrenamtliche Engagement des Arbeitskreises und vor allem des Ballclubs Blossenau. Der Verein hatte das Kräuterhäusl nach dem Wegfall der Leader-Förderung allein finanziert und gebaut. Eine wichtige finanzielle Unterstützung gab es durch den Rotary-Club Donauwörth, wofür sich Münsinger ausdrücklich bedankte.

Landratsstellvertreter Alfred Stöckl hob hervor, dass die Macher von "Natur Erleben" einen wichtigen Beitrag zur Heimatpflege leisten, "Wir können die Natur nur wertschätzen, wenn wir lernen, sorgsam mit ihr umzugehen. Sie zeigen mit Ihrem Projekt den Menschen die kleinen und großen Wunder der Natur und tragen dazu bei, dass der Landkreis in seiner Vielfalt lebens- und liebenswerter wird. Machen Sie weiter so!" (evm)

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