Newsticker

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Madrid und ins Baskenland
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Der Pflegestützpunkt ist in den Startlöchern

Donau-Ries

04.07.2020

Der Pflegestützpunkt ist in den Startlöchern

Bild: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Plus Der Landkreis will eine Koordinierungsstelle für Pflege mit zwei Standorten schaffen. Denn der Teil der Senioren im Landkreis steigt stark an.

Im Landkreis Donau-Ries wird es in Kürze einen Pflegestützpunkt geben, so denn mit dem Kreistagsbeschluss auch noch die letzte politische Hürde genommen wird, was allerdings als reine Formalie gilt. Dieses schon länger erklärte Ziel steht praktisch vor der Verwirklichung.

Es gibt einen Rahmenvertrag, wie Arbeit und Finanzierung dieses „Pflegestützpunkts Donau-Ries“ aussehen sollen. Geschlossen wurde er zwischen der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassenverbände, dem Bezirks-, Landkreis-, Städte- und Gemeindetag.

Standort wird Nördlingen

Und nun hat der Sozialausschuss des Kreistags einstimmig beschlossen, dem Kreistag die Empfehlung auszusprechen, diese Beratungsstelle zu installieren. Sie wird mit dem Standort Nördlingen eingetragen, erhält aber zwei Büros mit identischer Funktion – eines in Donauwörth und eines in Nördlingen.

Der Pflegestützpunkt ist in den Startlöchern

Notwendig wird der Pflegestützpunkt aus Sicht der Politiker aufgrund des demografischen Wandels: Leben aktuell knapp über 135000 Einwohner im Landkreis Donau-Ries mit knapp 27.000 Menschen über 65 Jahren, so werden es im Jahr 2030 schon mehr als 144.000 sein mit knapp 35.000 über 65-Jährigen. Tendenz steigend. Bis zum Jahr 2040 sollen es dann 37000 Senioren über 65 sein.

Mehr Bedarf nach Beratung

Mit dieser Entwicklung, so erläuterte Landrat Stefan Rößle in der Sozialausschusssitzung, sei auch der Bedarf nach Beratung gegeben. Es gibt bereits eine Vielzahl von Beratungsstellen, die es nun gelte, „eng unter dem Dach des Pflegestützpunkts zu vernetzen“.

Hintergrund sei es, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörige häufig überfordert sind, wenn sie Hilfe beantragen und organisieren wollen. Das hat zur Folge, dass Leistungen zu spät oder gar nicht in Anspruch genommen werden. Der Pflegestützpunkt soll nun flächendeckend die Infrastruktur schaffen, die notwendig ist, um die Bevölkerung wohnortnah zu beraten, zu versorgen und um Betreuung sicherzustellen.

Da der Landkreis beachtliche geografische Dimensionen hat – in Nord-Süd-Richtung sind es 80 Kilometer, in West-Ost-Richtung etwa 50 Kilometer – werden zwei Standorte für Niederlassungen gewählt. Sowohl in Donauwörth als auch in Nördlingen sollen Beratungsbüros eingerichtet werden. Sie sind dem Fachbereich 52 (Sozialwesen) des Landratsamtes angegliedert. Zunächst wird der Standort Donauwörth mit zwei Vollzeitstellen aufgebaut, im Anschluss daran dann Nördlingen. Die Kosten teilen sich die Partner: Pflegekassenverbände (ein Drittel), Krankenkassen (ein Drittel) sowie Landkreis und Bezirk (gemeinsam ein Drittel).

Betriebskonzept wird jetzt entwickelt

Sobald der Beschluss des Kreistags vorliegt, soll ein Lenkungsgremium geschaffen werden, das ein Betriebskonzept entwickelt. Entsprechende Anträge/Förderanträge müssen gestellt werden, ehe der Betrieb starten kann. Das ganze Konzept soll bedarfsorientiert und zügig umgesetzt werden. Landrat Stefan Rößle formulierte es im Sinne aller Ausschussmitglieder so: „Dieser Pflegestützpunkt ist wichtig! Wir sollten ihn möglichst bald schaffen.“

LesenSieauch:

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren