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Forst

25.09.2020

Der Stadtwald als wichtiger Lebensraum für alle

Eine grüne Lunge am Rande der Stadt: Der Donauwörther Stadtwald ist ein wichtiger Lebens- und auch Erholungsraum.

Donauwörths Stadträte machen sich ein Bild vor Ort – und erfahren beeindruckende Zahlen

Zur traditionellen Waldführung hatten Oberbürgermeister Jürgen Sorré, der Forstreferent des Stadtrates Thomas Straulino und Stadtförster Michael Fürst kürzlich den Stadtrat Anfang September in den frühherbstlichen Stadtwald geladen. Der Grund ist offenbar: Der Wald wird wichtiger – und umso schützenswerter.

Am Treffpunkt Wildgatter stellte Stadtförster Fürst zunächst die notwendige Sanierung des Wildgatters vor: So sollen 2021 sowohl die Zaunanlagen, die Fütterungen als auch der Rundweg um das Wildgatter wieder auf den neuesten Stand gebracht werden.

Weiterhin müssen die Weideflächen neu angelegt und frisch angesät werden. Zur besseren Beobachtung des Damwildes soll zudem für die Besucher eine kleine Aussichtsplattform entstehen.

In der Waldabteilung Kessel nahe Hafenreut unter dem Schirm einer imposanten 300-jährigen Eiche informierte Fürst den Stadtrat über den aktuellen Waldstands-Bericht, die Geschichte des Stadtwaldes und die vielfältigen Umweltleistungen des Waldes, die im Waldfunktionsplan der Regierung von Schwaben für den Stadtwald gelistet sind (Details im Infokasten).

Der Stadtförster verdeutlichte damit die Rolle des Stadtwaldes als größte Umwelteinrichtung der Stadt Donauwörth. Besonders beeindruckend waren dabei die einmaligen Alt- und Biotopbäume in dieser Waldabteilung.

Unter dem Aspekt „Gefahren-Chancen-Strategien“ führte die Waldarbeiterrotte Siegfried Waldmüller und Erkan Riß unter Führung von Forstwirtschaftsmeister Konrad Meiershofer die gefährliche Fällung einer absterbenden Esche vor. Aus sicherer Entfernung konnten der Oberbürgermeister und die Stadträte die schwierige Aktion mitverfolgen, als der fast 30 Meter hohe Baum zu Boden ging. Fürst informierte über die aktuelle Situation des Absterbens von Eschen durch das Eschentriebsterben und über die Borkenkäferproblematik bei Fichten. Diese beiden Baumarten seien mit zusammen 25 Prozent und somit auf gut 200 Hektar (ha) an der Gesamtfläche des Stadtwaldes beteiligt.

Schöner Abschluss der Veranstaltung

Stadtförster Fürst berichtete weiterhin über die bislang positiven Erfolge des Waldumbaus, der im Stadtwald schon seit dem Windwurf „Wiebke“ 1990 betrieben wird. Allein in den letzten zehn Jahren wurden über 130000 Bäume gepflanzt, um einen stabilen und artenreichen Laubmischwald zu begründen.

Schöner Abschluss der Veranstaltung war dann auch eine Baumpflanzaktion, bei der OB Sorré und die Stadträte ausgewählte Baumarten, wie Stieleiche, Baumhasel und Schwarznuss pflanzten, die besonders klimatolerant sind und deswegen beim Umbau des Stadtwaldes eine wesentliche Rolle spielen. (dz)

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