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21.03.2017

Dialektpreis für die Mehlprimeln

Reiner und Dietmar Panitz sind musikalisch und mit viel Sprachwitz unterwegs. Dafür wurden sie gestern vom Heimat- und vom Kultusminister geehrt.
Bild: Pr

Panitz-Brüder wurden gestern ausgezeichnet

Die beiden Kaisheimer Brüder Reiner und Dietmar Panitz – in nordschwäbischen Kabarett-Gefilden besser bekannt als „Die Mehlprimeln“ – haben gestern Abend eine besondere Ehre erfahren. Das Duo wurde neben neun weiteren Preisträgern von Kultusminister Ludwig Spaenle und Heimatminister Markus Söder mit dem „Dialektpreis Bayern 2017“ ausgezeichnet. In der Laudatio wurden sie als Institution in Schwaben gelobt, die pfiffig-verschmitzt immer wieder regionale Situationen aufgreift, sprachspielerisch mit der Mundart umgeht und auch in Umweltfragen und anderen Anliegen aktiv ist.

1972 haben die Mehlprimeln ihre musikalisch-kabarettistische Karriere begonnen, waren in etlichen Spielstätten aktiv, ehe sie sich 1996 in ihrer Kaisheimer Kleinkunstbühne „Thaddäus“ niedergelassen haben. Dort geben sie regelmäßige Heimspiele, treten aber auch an vielen anderen Orten auswärts auf. Seit 45 Jahren Jahren begeistern Reiner und Dietmar Panitz ihr Publikum mit augenzwinkerndem Spaß, Witz und Esprit, Ironie und beißender Satire und natürlich mit Musik.

Der mit jeweils 1000 Euro dotierte „Dialektpreis Bayern“ würdigt besondere Verdienste im Bereich Dialektpflege. Minister Spaenle betonte gestern Abend: „Dialekt ist ein Stück Heimat und gelebte Kultur. Die Preisträger tragen durch ihr Schaffen und ihre Projekte dazu bei, dass Dialekt aktiv gepflegt wird und bereichern damit unsere Kulturlandschaft nachhaltig. Sie zeigen, dass Mundart und ihre Pflege nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft im Freistaat genießt.“

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Heimatminister Söder hob hervor: „Bayern ist mit seiner Natur, seiner Kultur, seiner Tradition und seinem besonderen Lebensgefühl auf der ganzen Welt berühmt und schon fast zu einem Synonym für Heimat geworden. Zur Heimat gehört vor allem der heimische Dialekt – die Heimatsprache. Sie gibt das vertraute Gefühl der Verbundenheit und Zusammengehörigkeit. Die Preisträger tragen dazu bei, die regionale Vielfalt der heimischen Dialekte zu pflegen und für die kommenden Generationen zu erhalten.“

Für jeden Regierungsbezirk ist grundsätzlich eine eigene Auszeichnung vorgesehen. In Bezug auf Schwaben werden für die Sprachregionen Allgäu und Nord-/Mittelschwaben jeweils separate Preise vergeben. Für ihre individuellen Leistungen für die Mundartpflege werden zudem zwei Sonderpreise durch die beiden Staatsminister verliehen. Die Vorschläge für die Preisträger des „Dialektpreises Bayern 2017“ wurden im Vorfeld von den bayerischen Bezirksheimatpflegern eingereicht. (wüb)

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