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Infrastruktur

15.03.2019

Die Dorfstraße gibt es bald in Neu

Sie setzten den ersten Spatenstich – allerdings nicht an der Dorfstraße, sondern beim Sportheim: (von links) Ingenieur Marcus Kammer, Landrat Stefan Rößle, Bürgermeister Hubert Eberle und Bauleiter Florian Abspacher beim symbolischen ersten Spatenstich für die Ortsdurchfahrt in Oberndorf.
Bild: Alexander Millauer

Seit den ersten Gesprächen um eine Erneuerung der Ortsdurchfahrt in Oberndorf hat es sich hingezogen. Nun wurde der erste Spatenstich gesetzt. Warum das den Landkreis und die Gemeinde freut

Das Warten hat sich gelohnt. Eigentlich hätten die Arbeiten an der Dorfstraße schon vor dem Wintereinbruch im vergangenen Jahr vor dem Abschluss stehen sollen. Doch das Ergebnis der Ausschreibung war ernüchternd. Keine Baufirma wollte die Arbeiten zu den geschätzten Kosten übernehmen. Um 772000 Euro liegt das Angebot der jetzigen Baufirma unter dem, das im vergangenen Frühjahr abgegeben wurde.

„Jetzt ist der richtige Zeitpunkt loszulegen“, sagte Landrat Stefan Rößle beim symbolischen ersten Spatenstich am gestrigen Donnerstag, der am Sportplatz und nicht direkt an der Dorfstraße durchgeführt wurde. Auch für Rößle sei es ein besonderes Projekt. Schließlich ist es in seiner 17-jährigen Tätigkeit als Landrat das erste Projekt des Landkreises, das in seiner Heimatstadt verwirklicht wird. Rund 1000 Meter Fahrbahn sollen an der Dorfstraße erneuert werden. „Wenn ich vom Sportplatz die Straße entlang- gelaufen bin, kam mir das oft vor, als wären es zwei Kilometer“, sagte Rößle mit einem Augenzwinkern.

Baubeginn ist am kommenden Montag an der Einmündung zur Mertinger Straße. In zwei Bauabschnitten wird schließlich bis zum Ortsende von Oberndorf gebaut. Auch die Gehwege, der Kanalstrang und die Wasserleitungen werden im Zuge der Arbeiten erneuert.

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Für Oberndorfs Bürgermeister Hubert Eberle ist das eine wichtige Maßnahme. „In diesem Bereich sind die Wasserleitungen mit die ältesten. Deswegen ist es selbstredend, dass diese mit erneuert werden“, erklärte er. Die Planungen für die Bauarbeiten laufen mit dem Ingenieurbüro von Marcus Kammer bereits seit 2017. „Die Gespräche dauerten jedoch noch wesentlich länger an“, betonte der Bürgermeister. Den Faschingsumzug habe man schließlich noch abwarten wollen – doch jetzt sei der richtige Zeitpunkt, um mit dem Bau zu beginnen.

In Summe kostet der Bau, den die Firma Strabag übernimmt, rund 2,35 Millionen Euro. 1,2 Millionen Euro davon trägt der Landkreis für den Ausbau der Straße. Die restlichen Kosten werden von der Lechgemeinde getragen, die sich auf 600000 Euro für die Erneuerung der Gehwege und auf 550000 Euro für die neuen Wasserleitungen und Kanalstränge belaufen. Für die Bauarbeiten erhalten Gemeinde und Landkreis jeweils eine 50-prozentige Förderung der Regierung von Schwaben.

Einen positiven Effekt hatte der verspätete Beginn der Bauarbeiten auch noch. „Hätten wir früher mit dem Bau begonnen, wären noch die Straßenausbaubeiträge für die Anwohner fällig geworden“, erklärte Landrat Rößle. Diese sind bekanntlich vergangenes Jahr vom bayerischen Landtag abgeschafft worden. So müssen die Anwohner zumindest nicht in den eigenen Geldbeutel greifen und lediglich mit dem Lärm der Bauarbeiten leben. Dafür hätten die Anwohner es danach deutlich ruhiger, wenn die Unebenheiten in der Dorfstraße beseitigt sind, betonte Stefan Rößle. Zudem werde es eine sehr schöne Straße mit Radwegen, die das Ortsbild erheblich aufwerten wird. Auch die Verkehrssicherheit soll durch die Erneuerung verbessert werden.

Noch vor dem Wintereinbruch soll die erste Tragschicht aufgetragen sein. Im Frühjahr 2020 werden die Bauarbeiten dann, wenn alles nach Plan läuft, beendet sein. Bis dahin wird über Eggelstetten umgeleitet.

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