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Landkreis

28.10.2020

Die Grünen haben ein neues Führungsduo im Donau-Ries-Kreis

Wechsel im Kreisvorstand der Grünen: (von links) Ursula Kneißl-Eder, Eva Lettenbauer, Katharina Weickhmann und Stefan Bieber.
Bild: Franziska Schweikert

Plus Die Grünen haben eine neue Führung des Kreisverbands gewählt. Ein Gespräch mit Eva Lettenbauer, Katharina Weikhmann und Stefan Bieber.

Mit Katharina Weickhmann aus Nördlingen und Stefan Bieber aus Wallerstein hat der Kreisverband Donau-Ries der Grünen eine neue Führungsspitze gewählt. Die bisherige Vorsitzende Eva Lettenbauer hat nicht mehr kandidiert.

Frage: Frau Lettenbauer, Sie haben den Grünen-Kreisverband nur drei Jahre zusammen mit Ursula Kneißl-Eder geführt. Hat Ihnen das Amt keinen Spaß gemacht?

Lettenbauer: Nein, ganz im Gegenteil. Bei uns Grünen gibt es eine Regelung, dass man nur ein Amt innerhalb der Partei bekleiden darf. Nachdem ich zur Landesvorsitzenden gewählt worden bin, konnte ich nicht mehr Kreisvorsitzende sein.

Frage: Frau Weikhmann, Herr Bieber, haben Sie sich selbst als neue Vorsitzende ins Gespräch gebracht?

Weickhmann (lacht): Bei mir war es eine Mischung aus einem Gespräch mit Eva Lettenbauer und einer Interessensbekundung, dass ich mir das Amt vorstellen kann.

Stefan Bieber: So ähnlich war’s bei mir auch. Für mich stellte sich die Frage, ob ich mir diese verantwortungsvolle Aufgabe überhaupt vorstellen und diese auch leisten kann. Weil wir im Kreisvorstand ein tolles Team haben, habe ich mich schließlich dazu bereit erklärt.

Frage: Wollen Sie als neue Vorsitzende im Kreisverband etwas verändern?

Weickhmann: Jede neue Führung hat andere Ziele. Da ich Kreisrätin bin, will ich verstärkt über die Kreistagsarbeit versuchen, grüne Ideen einzubringen. Da gibt es noch viel Potenzial. Dies soll allerdings nicht heißen, dass die bisherigen Vorsitzenden auf diesem Gebiet zu wenig gemacht haben.

Lettenbauer: Unser Hauptziel bleibt bei allen inhaltlichen Positionierungen als Grüne weiter zu wachsen und noch mehr Menschen im Donau-Ries-Kreis für unsere Partei zu gewinnen.

Frage: Im Moment ist der Mitgliederzuwachs aber etwas ins Stocken geraten...

Lettenbauer: Rund um die Landtagswahl 2018 hatten wir bayernweit viele Beitritte. Jetzt sind es nicht mehr so viele. Aber die Mitgliederzahl geht im Ganzen betrachtet weiter nach oben.

Frage: Was hat sich denn die Kreistagsfraktion der Grünen politisch vorgenommen? Seit den Kommunalwahlen im Frühjahr hat man von der Fraktion noch nicht allzu viel gehört.

Weickhmann: Wir haben uns beispielsweise im Bauausschuss des Kreises mit dem Ziel eingebracht, künftig bei landkreiseigenen Gebäuden verstärkt auf nachwachsende Rohstoffe wie zum Beispiel Holz zu verwenden und stärker den ökologischen Aspekt zu berücksichtigen. Bei der Besetzung von Stellen im Landratsamt wünsche ich mir mehr Parität zwischen Frauen und Männern.

Bieber: Mir liegt ganz besonders der Öffentliche Personennahverkehr am Herzen. Dieser Bereich ist im Landkreis verbesserungsbedürftig und ausbaufähig, vor allem auf dem flachen Land. Die Frage wird sein, ob wir bestehende Konzepte erweitern können oder neue Lösungen erforderlich sind.

Frage: Geht das etwas konkreter?

Bieber: Die Mitfahrbänkle, die es jetzt immer mehr gibt, sind eine gute Möglichkeit von A nach B zu kommen. Auch kann ich mir vorstellen, dass man sich in einem Ort online zusammentut und Fahrgemeinschaften bildet. Grundsätzlich plädiere ich dafür, den ÖPNV nach dem jeweiligen Bedarf auszurichten.

Weikhmann: Meiner Ansicht nach ist nicht unbedingt ein fertiges ÖPNV-Konzept nötig. Vielmehr gilt es, einzelne Bausteine zu entwickeln, die man jeweils zum bestehenden Angebot hinzufügen kann. Hier ist Kreativität gefragt.

Frage: Wie sieht es beim Lieblingsthema der Grünen, dem Klimaschutz aus? Was kann denn ein Landkreis auf diesem Gebiet regional oder lokal bewegen?

Lettenbauer: Der Landkreis Donau-Ries und seine Kommunen sollten sich konkrete Klimaziele setzen. Alle Beschlüsse, sowohl im Kreis als auch in den Gemeinden, müssten überprüft werden, ob sie für den Klimaschutz etwas bringen. Großen Nachholbedarf sehe ich zudem beim Thema Wärmeerzeugung aus regenerativen Energien. Bei der Stromerzeugung aus alternativen Rohstoffen sind wir bekanntlich sehr gut aufgestellt.

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