Newsticker

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann schließt erneute Grenzkontrollen nicht aus
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Die Monheimer begeistern Weltmeister Fabian Hambüchen

Turnen

26.04.2015

Die Monheimer begeistern Weltmeister Fabian Hambüchen

Der beste deutsche Turner zeigte in Monheim sein Können. Fabian Hambüchen überzeugte mit Leistung, aber auch mit seiner sympathischen Art.
4 Bilder
Der beste deutsche Turner zeigte in Monheim sein Können. Fabian Hambüchen überzeugte mit Leistung, aber auch mit seiner sympathischen Art.
Bild: Szilvia Izso

Der Superstar lobt die Fans und die großartige Stimmung zum Auftakt der Kunstturn-Bundesliga beim TSV Monheim. Zwei Athleten der Gastgeber können dem Star sportlich sogar Paroli bieten.

Von Stephanie Utz

Monheim Die Monheimer Niederlage interessierte am Ende absolut niemanden. Dass sich die Spitzenturner des Deutschen Meisters MTV Stuttgart durchsetzen würden, war bereits vorher klar, doch der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Die rund 750 Fans feierten beim ersten Bundesliga-Wettkampf des TSV Monheim, als hätte ihre Mannschaft die Meisterschaft gewonnen.

Bei jeder fehlerfrei geturnten Übung der Monheimer Athleten streckten die Fans Schilder mit der Nummer 5 nach oben, eine Aufforderung an die Kampfrichter, die volle Punktzahl zu vergeben. Der Monheimer Neuzugang Florian Lindner konnte gar nicht fassen, welch frenetischer Jubel ihn und seine Teamkollegen begleitete. Der 23-Jährige sagte nach seinem letzten Einsatz am Reck noch um Atem ringend: „Die Unterstützung hier ist Weltklasse. Ich bin da aus Chemnitz noch ganz anderes gewöhnt. Dort waren vielleicht ein Drittel der Zuschauer da.“ Sogar Weltmeister und Olympia-Medaillengewinner Fabian Hambüchen zollte den feiernden Monheimern seinen Respekt, zumal diese auch die guten Leistungen der Stuttgarter mit viel Applaus anerkannten. „Wir hatten hier einen tollen Empfang. Lieber turne ich in kleinen Hallen, die voll sind. Es ist einfachtoll,wenndieHütte brennt“, sagte der 27-Jährige lachend.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Für den Turnstar war der Wettkampf in Monheim der erste Formtest 2015, denn Anfang des Jahres hatte ihn eine starke Grippe geschwächt. „Es war schwer, in Form zu kommen, aber es geht aufwärts“, sagte er. Für ihn geht es nun zum „Challenge Cup“ nach Brasilien, im Herbst steht dann der Saisonhöhepunkt an, die Weltmeisterschaften. Für die Olympischen Spiele in Brasilien im kommenden Jahr drücken ihm die Monheimer alle Daumen, wie TSV-Vorstandsmitglied Peter Bullinger betonte. „Eine fehlt noch in der Sammlung, das kriegen wir auch noch hin“, sagte er schmunzelnd und spielte damit auf die olympische Goldmedaille an, die Hambüchen nach Bronze und Silber noch erreichen will.

Bei solchen Zielen eines Athleten und einer erwartungsgemäß starken Stuttgarter Mannschaft war auch TSV-Trainer Mario Reichert die Niederlage von Anfang an bewusst. Trotzdem zeigte er sich stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. „Es war nicht einfach, mitzuhalten, aber ich bin zufrieden“, sagte er. Vor allem die Neuzugänge James Hall und Florian Lindner hätten einen tollen Wettkampf gezeigt. „Wir haben ein Riesenglück, so einen Mann in unseren Reihen zu haben“, lobte Reichert den 19-jährigen James Hall, der kürzlich Dritter bei den Britischen Meisterschaften wurde. Den Kontakt nach Großbritannien hatte Mannschaftskapitän Dominik Klenner geknüpft, der im Rahmen seines Studiums einige Zeit dort verbrachte. Hall wird für die Wettkämpfe extra eingeflogen, am kommenden Wochenende wird er die Monheimer gegen Cottbus voraussichtlich wieder verstärken.

Junge TSV-Turner schaffen gegen Hambüchen zwei Unentschieden

Besonders stolz war Reichert auf die Leistung seiner jungen Athleten. Der 23-jährige Lindner und der erst 19-jährige Julius Rabenstein rangen Turnsuperstar Hambüchen ein Unentschieden an Pferd und Sprung ab. „Ein geiles Gefühl“, freute sich Rabenstein, „aber ein Sturz wie bei Hambüchen bei der Landung am Sprung kann jedem passieren. Das hätte eigentlich ganz anders ausgehen müssen.“ Beide Turner sind mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. „Wir haben ein paar Fehler gemacht, aber gegen den Deutschen Meister konnten wir auch einiges ausprobieren“, resümierte Rabenstein. Die Fehler könne das Team laut Lindner bis zum nächsten Wettkampf aber ausmerzen.

Und mit Cottbus erwartet die Monheimer am kommenden Samstag ein deutlich schwächerer Gegner als Stuttgart. Cottbus verlor gegen Heidelberg nur sehr knapp mit 33:34. Heidelberg war im vergangenen Jahr der Relegationsgegner von Monheim, dem sich der TSV so knapp wie nur möglich geschlagen geben musste. „Cottbus ist ein Gegner, den wir schlagen können“, befand Reichert deshalb. Vom Klassenerhalt Monheims überzeugt ist schon jetzt Fabian Hambüchen. „Die haben eine gute Truppe“, befand er und fügte an das Publikum gewandt hinzu: „Ich drücke euch nächste Woche die Daumen. Macht die Cottbusser platt!“

Die Bildergalerie zum Wettkampf im Internet unter www.donauwoerther-zeitung.de/bilder

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren