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Kurioses aus Weißenburg

12.01.2015

Dieses Auto parkt seit fünf Jahren vor einem Supermarkt!

Ein Smart mit DON-Kennzeichen steht seit fünf Jahren auf einem Supermarktparkplatz in Weißenburg.
Bild: Robert Renner

2010 stellte ein Smart-Besitzer seinen Wagen  in Weißenburg ab – und ist seitdem nicht wiedergekommen. Das Auto loszuwerden ist gar nicht so einfach.

Von dem kleinen schwarzen Smart spitzte Anfang Januar nur noch das Dach aus den mächtigen Schneehaufen heraus. Wegfahren ist nicht mehr. Doch der Wagen mit einem DON-Kennzeichen wird ohnehin schon seit ewigen Zeiten nicht mehr bewegt.

Warum eigentlich? Was hat es mit dem merkwürdigen Dauerparker mit auf dem Kaufland-Parkplatz in Weißenburg auf sich? Genau weiß das nur der Eigentümer. Doch der ist nicht auffindbar. Seit nahezu fünf Jahren. Irgendwann 2010 ist der Mann in einen größeren Urlaub entschwunden — und nie wieder aufgetaucht. „Irgendwohin nach Asien wollte er“, erinnert sich Kaufland-Geschäftsführer Udo Axmann kopfschüttelnd. Der Eigentümer ist weg, die Angehörigen wollen sich nicht kümmern.

Die Weißenburger Polizei hat das alles ausführlich recherchiert, sorgfältig dokumentiert und dann resigniert. Es gibt offenbar keine rechtliche Handhabe, um weiter tätig zu werden. Nachdem der Sachbearbeiter in Rente gegangen war, verstaubte die Akte bei den unerledigten Fällen, bis sie Polizeichef Peter Aschenbrenner nun auf Anfrage unserer Zeitung wieder herauszog.

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Deutschlandweit wohl einmaliger Dauerpark-Rekord

Weil der Kaufland-Parkplatz Privatgrund ist, hat der Staatsapparat wenig auszurichten. Das inzwischen entstempelte Fahrzeug darf dort stehen. Von außen ist das Auto noch gut in Schuss und auch im Inneren sieht es noch passabel aus. Wer will, kann sich alles genau ansehen. Die Türen sind offen.

„Ich hätte den schon fünfmal verkaufen können“, sagt Axmann. Darf er natürlich nicht. Der Wagen gehört ihm ja nicht. Und so gibt es in Weißenburg einen wohl deutschlandweit einmaligen Dauerpark-Rekord.

Die Polizei will den Fall nun noch einmal aufrollen und prüfen, ob es nicht doch eine Handhabe gibt, um den einsamen Kleinwagen von seinem angestammten Platz zu entfernen. Falls das nicht gelingt, bleibt Udo Axmann der große Verlierer in dieser schrägen Geschichte: Lässt er den Wagen abschleppen, geschieht das auf seine Kosten. Und er muss das Fahrzeug aufbewahren – der Eigentümer könnte ja irgendwann wieder auftauchen. Axmann: „Das kostet uns 400 Euro im Jahr.“ Ob er das Geld je wieder bekäme, ist ungewiss. Seine pragmatische Entscheidung deshalb: „Der steht da erst mal gut.“

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