1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Diskussion um Besucherzentrum

Kreistag

04.12.2019

Diskussion um Besucherzentrum

Gremium spricht über mögliches Geopark-Ries-Projekt. Erneute Debatte über Standort in Mönchsdeggingen

Wird das geplante Besucherzentrum für den Geopark Ries nun doch nicht in Mönchsdeggingen gebaut? Diese Frage kam am Dienstag im Kreisausschuss durch die SPD-Fraktionsvorsitzende Ursula Straka auf. Im Oktober wurden die Zwischenergebnisse einer Machbarkeitsstudie präsentiert, nun ging es um die Fortsetzung der ausstehenden Module. Das geplante Zentrum soll eine Anlaufstelle für Touristen sein und könnte im Kloster der Gemeinde entstehen.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Straka sagte, die SPD wolle noch einmal über Mönchsdeggingen sprechen, man solle auch einmal als mögliche Standorte Nördlingen, Oettingen, Harburg oder Wemding in die Suche miteinbeziehen. Eine gute räumliche Vernetzung sei eine Basis für die Besucherströme, in Nördlingen gebe es die Nähe zu Baden-Württemberg, in Oettingen zu Mittelfranken. Zudem könnten durch eine Sanierung des Klosters hohe Kosten entstehen.

Landrat Stefan Rößle entgegnete, dass so eine völlig neue Grundlage geschaffen werde. Im bisherigen Gutachten sei es explizit darum gegangen, ob Mönchsdeggingen geeignet sei. Ein umfangreiches Gutachten zur Standortsuche könne mit diesen Mitteln nicht erstellt werden und würde viel Geld kosten. Man habe die Gemeinde auch gewählt, weil der Kreis nichts für das Almarin habe tun können und mit dem Zentrum den ländlichen Raum stärken wolle. Zudem habe man so für das Kloster, das seit Langem leer stehe, eine geeignete Lösung. Hermann Faul (PWG/FDP) fragte nach den Kosten; diese würden laut Rößle in dem nun anfallenden Teil der Machbarkeitsstudie ermittelt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Den Zusammenhang zur ungeklärten Zukunft des Almarin thematisierten die Mitglieder im Ausschuss. Rößle sagte, Mönchsdeggingen würde durch das Zentrum bekannter werden: „Wenn wir jetzt noch einmal die Standortfrage stellen, ist das auch ein Signal an Mönchsdeggingen, dass das Besucherzentrum dort nicht gewollt ist.“

Regina Thum-Ziegler (Frauen/ÖDP/Freie Wähler) brachte den Faktor Zeit ins Spiel. Man könne auch in drei bis vier Monaten entscheiden, dann gebe es vielleicht Klarheit hinsichtlich des Bades. Man solle sich nicht anderen Optionen verschließen und nur auf Mönchsdeggingen festlegen. Nico Ach (Grün-Soziale) äußerte sich ähnlich: Es gebe keinen Zeitdruck, man wolle der Gemeinde keine Absage erteilen, sondern nur alle Fakten kennen. Ulrich Lange (CSU/AL-JB) sagte, man solle die Studie fortsetzen, anhand des Ergebnisses habe man eine Diskussionsgrundlage. Würden andere Orte aber in die Suche miteinbezogen, würden allein durch Faktoren wie Nahverkehr andere Standorte bevorzugt. Der Landrat warf ein, dass auch rauskommen könne, dass das Zentrum gar nicht finanzierbar sei. Dann würde sich die Standortfrage nicht mehr stellen. Mit drei Gegenstimmen stimmte der Aussschuss für die Fortsetzung der Machbarkeitsstudie. Rößle sagte, dass danach noch immer die Möglichkeit bestehe, über den Standort nachzudenken.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren