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Donau-Ries-Kreis
02.05.2021

Immer mehr Langzeitarbeitslose im Donau-Ries-Kreis

Die Agentur für Arbeit in Donauwörth meldet für den Landkreis Donau-Ries zunehmend Dauerarbeitslose.
Foto: Wolfgang Widemann (Archivbild)

Die Quote der Menschen ohne Job im Donau-Ries-Kreis sinkt zwar leicht im April. Aber es gibt andere Herausforderungen, sagt die Agentur für Arbeit.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis ist im April leicht gesunken. Aktuell sind 1802 Menschen arbeitslos gemeldet, 114 weniger als vor einem Monat und 125 mehr als vor einem Jahr. Das teilt die Agentur für Arbeit in Donauwörth mit.

Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,3 Prozent und damit um 0,1 niedriger als im März. Vor einem Jahr betrug sie 2,1 Prozent. Höher war der Wert in einem April zuletzt 2010 mit 3,2 Prozent.

Richard Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Donauwörth, erklärt per Pressemitteilung: „Erwartungsgemäß ist die Arbeitslosigkeit im April saisonbedingt nochmals gesunken. Im bundesweiten Vergleich belegen wir trotz der andauernden Krise immer noch den Spitzenplatz mit der niedrigsten Arbeitslosenquote (2,7 Prozent) für den gesamten Agenturbezirk.“ Allerdings bleibe die Lage auch auf dem regionalen Arbeitsmarkt angespannt: „Wir beobachten einen deutlichen Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit.“ Diese sei im Vergleich zum Vorjahr um 117 Personen oder 51,5 Prozent gestiegen.

Viele Branchen sind stark von der Corona-Pandemie betroffen

Bei vielen Menschen, die zu Beginn der Pandemie arbeitslos wurden, neige sich der Anspruch auf Arbeitslosengeld dem Ende zu und sie müssten sich wegen der Grundsicherung an die Jobcenter wenden. Dies spiegle sich auch in den steigenden Arbeitslosenzahlen der Jobcenter wider, so Paul. Viele Branchen seien weiterhin von den andauernden und nochmalig verschärften Pandemieeinschränkungen betroffen: „Betriebe nutzen in hohem Maße die Kurzarbeit, um Auftragseinbrüche oder Lieferengpässe zu überbrücken und die Mitarbeiter zu halten.“ Deshalb bleibe auch die Nachfrage nach Arbeitskräften weit unter dem Vorkrisenniveau.

Im April wurden 269 neue Arbeitsstellen gemeldet, das sind 14 weniger als im März. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 151 Stellen mehr gemeldet, was viel erscheinen mag. Hier ist aber zu beachten, dass zu Beginn der Corona-Krise vor einem Jahr die Stellenmeldungen komplett eingebrochen waren. Insgesamt befinden sich im Stellenpool 1261 Arbeitsstellen, 35 weniger als im Vormonat.

Welche Kräfte besonders gesucht sind

Der Stellenbestand liegt mit 78 unter dem Vorjahresniveau. Gesucht wird vor allem in den Berufsbereichen Lagerwirtschaft, Verkauf, Metallbearbeitung, Bauelektrik, Kranführer, Maschinenbau, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Büro und Sekretariat, Schweißtechnik und Maschinen- und Anlagenführer. (pm)

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