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Donauwörth/Bäumenheim
10.06.2021

Schilder mit Aufklebern verunstaltet: Polizei erwischt Täter

Zugeklebt und beschmiert sind diese Wegweiser bei Hamlar.
Foto: Müller

20-Jähriger aus dem Lechgebiet hatte über Monate Verkehrsschilder mit Stickern beklebt. Ein besonderes Gutachten hat ihn nun überführt.

Seit dem Spätsommer 2020 wurde im Stadtgebiet Donauwörth und den angrenzenden südlichen Gemeinden vermehrt festgestellt, dass durch Fußballfans Aufkleber der jeweiligen Vereine illegal an zahlreichen Verkehrszeichen angebracht wurden.

Aufkleber auf Verkehrsschildern bei Bäumenheim und Donauwörth: Gegnerische Fans versuchten sich zu überkleben

In einer nahezu rivalisierenden Art und Weise, wurden hierbei die Aufkleber der gegnerischen Fans immer wieder überklebt. Mehrere Verkehrszeichen wurden dadurch derart unleserlich oder beschädigt, dass diese ausgetauscht werden mussten. Der Gesamtschaden beziffert sich auf einen deutlich vierstelligen Betrag.

Dieses Schild in Donauwörth zieht offenbar Fußballfans magisch an.
Foto: Wolfgang Widemann

Nachdem im Januar dieses Jahres an mehreren Verkehrszeichen an der Kreisstraße von Asbach-Bäumenheim nach Eggelstetten, auf Höhe des dortigen Kieswerks, erneut etwa 50 Aufkleber angebracht worden waren, machte ein aufmerksamer Zeuge im Stadtgebiet Donauwörth eine Beobachtung und teilte dies der Polizei mit. Durch umfangreiche Ermittlungen konnte ein 20-jähriger Mann aus einer angrenzenden Lechgemeinde als Tatverdächtiger identifiziert werden und ein Durchsuchungsbeschluss für dessen Wohnung erwirkt werden. Die ermittelten Beamten der PI Donauwörth konnten bei der Durchsuchung Beweismittel sichern, die belegten, dass der Beschuldigte, der den Tatvorwurf anfangs nicht einräumt, Fan des „beklebten“ Münchner Traditionsvereins war.

Wie es für den "Aufkleber-Künstler" jetzt ausgegangen ist

Im weiteren Verlauf der Ermittlungen wegen Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung erfolgten Spurenuntersuchungen an den verwendeten Aufklebern. Auch ein Spurengutachten wurde erstellt. So konnten dem 20-Jährigen Sachbeschädigungen mittels Fanaufklebern nachgewiesen werden.

Da er noch nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten ist und auf Weisung der Staatsanwaltschaft Schadenswiedergutmachung in Höhe von 850 Euro geleistet hat, konnte die Staatsanwaltschaft Augsburg von einer Anklageerhebung nach dem Jugendgerichtsgesetz absehen, da „weitere erzieherische Maßnahmen“ anstehen, meldet die Polizei Donauwörth. (dz)

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