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Donauwörth
01.11.2020

Wieder drei Sterne für die Umweltschule in Donauwörth

Schülergruppen bei der Arbeit im Schulgarten (während einer Corona-Lockerungsphase) im Herbst bei Pflasterarbeiten im Schulgarten.
Foto: Josef Vogel

Die Private Wirtschaftsschule in Donauwörth überzeugte mit zwei Projekten. Welche Rolle der neue Schulgarten bei der Auszeichnung spielt.

Eine schöne Nachricht für die Private Wirtschaftsschule Donauwörth: Sie darf sich ein weiteres Jahr als „Umweltschule in Europa/Internationale Nachhaltigkeitsschule“ bezeichnen. Und nicht nur das, die Jury bestätigte zudem, dass die Schule mit der eingereichten Bewerbung nun zum zweiten Mal die höchste Auszeichnungsstufe mit drei Sternen erreicht hat. Neben Schulträger und Schulleiterin Gabriele Braun freuten sich insbesondere zahlreiche Schüler und Lehrkräfte. Eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des Umweltministeriums, des Kultusministeriums, der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung und des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern, hatte die vielen freiwilligen Aktionen und Projekte zu diesem „Aushängeschild“ bewertet. Bis zuletzt hatte man sogar mit Masken und Abstand noch den Garten schnell winterfest gemacht und Grüngut nach Binsberg transportiert.

Insektenhotelprojekt

Der neue Schulgarten, der im vergangenen Jahr dazukam, macht einige Bewerbungskriterien besonders deutlich. Der Naturgarten wurde nur möglich durch eine gute Vernetzung und mithilfe von außerschulischen Partnern. Der Kontakt zur Stadtgärtnerei, der schon bei der letzten Auszeichnung des Wildbienen- und Insektenhotelprojekts noch unter Ex-OB Armin Neudert zustande kam, war auch jetzt wieder hilfreich. Wie schon zuvor Franz Gruber, war nun Christian Schmid gern bereit, mit Rat und Werkzeug zu unterstützen.

Bis der stillgelegte Brunnen des ehemaligen Kräutergartens in der Promenade wieder in Betrieb genommen werden konnte, war auch das Gießen der Neuanpflanzungen nur mithilfe der Gärtnerei in der Nachbarschaft möglich. Oft sind es ja gerade Kleinigkeiten, die über ein Projekt entscheiden. So auch das Entgegenkommen durch Robert Roßkopf von der Verkehrsüberwachung, der für den parktechnisch schwierigen An- und Abtransport stets Verständnis hatte.

Sponsoren unterstützen das Engagement

Damit Pacht, Kosten für Werkzeug und Pflanzen nicht mit dem Schulgeld der Eltern getragen werden müssen, hat die PWS Sponsoren gesucht. Neben einem Holzwerk aus Dillingen, dessen Juniorchef ein ehemaliger Schüler ist, konnte als Hauptsponsor die Baywa-Stiftung gewonnen werden. Diese fördert normalerweise Schulgärten von Grundschulen, war aber vom Gesamtprojekt „Umweltschule“ der PWS angetan und unterstützte die Neugründung des Naturgartens. Auch die Insektenhotels, ein Gemeinschaftsprodukt von PWS-Schülern und Klienten der Stiftung St. Johannes, konnten so eine zusätzliche Heimat im Schulumfeld finden.

Reduzierung von Plastikmüll

Als zweites Projekt ging erneut die Müllvermeidung und -trennung in die Wertung ein. Dieses nachhaltige Anliegen läuft nun seit der Erstbewerbung 2017. Nach der letzten Bewerbung 2019 ist es auch endlich gelungen, in Absprache mit der Volkshochschule und der Stadtbibliothek, den Getränke- und Süßigkeitenautomaten im öffentlich zugänglichen Bereich des Schulgebäudes in der Reichsstraße zu entfernen. Dies trug erheblich zur weiteren Reduzierung von Plastikmüll bei.

Immer noch gesucht wird allerdings ein ansässiger Sammler für Altpapier. Dieses geht leider immer noch über eine Lehrkraft an einen Verein bis nach Eichstätt. Die DJK verkauft dort das Papier zugunsten der Jugendarbeit. (dz)

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