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Schreiblust

07.03.2016

Donauwörther Autorentreffen

Die beteiligten Autoren beim ersten Treffen.
Bild: Petra Plaum

Vier Männer und sechs Frauen wollen regelmäßig Fragen rund ums Thema besprechen

„Welche Wege gibt es, ein Buch zu veröffentlichen?“ – „Ist meine neue Kurzgeschichte gut oder doch nicht?“ – „Wie gewinne ich neue Leser?“ – Fragen wie diese treiben viele um, die der Schreibleidenschaft verfallen sind. Antworten finden Autoren aus der Region ab jetzt beim Donauwörther Autorentreffen, das alle zwei Monate stattfinden soll. Das nächste beginnt am Montag, 25. April, um 19 Uhr im Gasthaus Goldener Hirsch in Donauwörth.

Vier Männer, sechs Frauen und Gesprächsstoff rund um 17 Bücher: Kein Wunder, dass das jetzige Gründungstreffen fast vier Stunden dauerte. „Schon als Bub habe ich gern geschrieben, doch meine Eltern haben gesagt, das sei doch keine Arbeit“, berichtete Manfred Wiedemann, pensionierter Elektromeister und Autor unter anderem von „Dorfgeschichten und mehr“.

„Schreiben ist sogar harte Arbeit“, entgegnete Franz Josef Schwiete, dessen Buch „Septembertage in Berlin: Erzählungen“ 2015 erschienen ist. Die Mühen des Formulierens und Überarbeitens kennt er nicht erst seit Kurzem, viele solcher Kämpfe bekam er zuvor drei Jahrzehnte lang als Deutschlehrer im Gymnasium Donauwörth mit.

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Gabriele Schmid hingegen, als Verkäuferin tätig, kam buchstäblich im Schlaf zum Autorinnenleben: „Am Ende des Jakobswegs hat mir mein Schutzengel eingegeben: ,Du wirst ein Buch schreiben‘“, erzählte sie. Die Stadtführerin Gabriele Geiger und die Küchenplanerin Ulrike Karg verfassen mit Freuden Kurzgeschichten. ,,Noch haben wir nichts veröffentlicht“, berichtet Karg. ,,Mir machen die Geschichten einfach viel Freude – und auch den Menschen, die ich damit überrasche.“

Helga Schäferlings Aphorismen zieren Karten, Geschenkbücher und wurden bereits im Bundestag zitiert. Zum Schreiben passt wohl am ehesten der folgende Sinnspruch der Sozialpädagogin: „Wenn du grübelst, dann will dein Verstand Beschäftigung. Verschaff’ ihm eine sinnvolle!“ Sehr wenig auf trübe Gedanken kommt demnach der IT-Experte Günter Schäfer – er stellte ein Kinderbuch und gleich sechs Regionalkrimis vor.

Alle wurden sich einig, dass der gemeinsame Weg weitergehen soll: Unter anderem mit einem Austausch zu Verlags- oder Agentursuche, Books on Demand und Selbstverlag, Marketing und Lesungen. Übungen zum kreativen Schreiben, gegenseitige Unterstützung für Textprojekte wie die Teilnahme an Autoren-Wettbewerben sollen auch dazugehören. Johann Enderle, dessen erster Roman „Durch den Steppensand des Lebens“ im Sommer erscheint, freute sich, dass neun Kollegen nicht nur seiner Einladung gefolgt waren, sondern sich auch weiteres Netzwerken wünschen. „Weitere Autoren, sei es von Lyrik oder von Erzählprosa, gleichgültig, ob die Texte schon veröffentlicht sind oder noch nicht, sind bei unseren Treffen willkommen“, betont er.

Vier der beteiligten Autoren haben Homepages: Günter Schäfer (www.krimi-lokal.de), Johann Enderle (www.johann-enderle.de), Helga Schäferling (www.helgas-gedankenwelt.de.vu), Gabriele Schmid (www.die-wunder-des-camino.de).

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