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16.06.2009

Dreimal zwitschert die Schwäbische Nachtigall

Rain (ma) - Mehr als 20 Volksmusikgruppen beteiligten sich am Sonntag auf der Rainer Gartenschau am "Tag der schwäbischen Volksmusik". Höhepunkt war die Verleihung der Auszeichnung "Schwäbische Nachtigall" durch Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert an den Gempfinger Viergesang, Rain, die Dirlewanger Tanzlmusik (Mindelheim, Landkreis Unterallgäu) und Volkstanzberater Günter Franzus aus Nördlingen, der seit 1982 dieses Amt ehrenamtlich ausübt.

In seiner Festrede befasste sich der Bezirkstagspräsident mit dem Thema "Wie klingt schwäbische Volksmusik?" Eine Besonderheit der Volksmusik sei, dass sie nur für ein einzelnes Dorf gelte oder ein Tal, allenfalls eine Region.

"Volksmusik wäre demnach die Musik der kleinen Räume, eine Musikkultur der engen Grenzen", meinte Reichert. Die schwäbische Volksmusik sei dagegen eher geprägt durch das Überspringen von Grenzen, durch Weiterbildung und neue Lebendigkeit. Historisch gesehen seien für die Verbreitung populärer Musikkultur vor allem "fahrende Musikanten" verantwortlich, die beispielsweise bei Markttagen oder Kirchweihfesten auftraten.

"Auch Türmer und Stadtpfeifer beeinflussten das musikalische Leben auf dem Lande", erklärte der Bezirkstagspräsident. Ferner habe die Militärmusik Einfluss auf das dörfliche Musikleben gehabt.

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Die heutige Musikkultur sei auch von Heimatvertriebenen, vornehmlich der Sudetendeutschen, und der amerikanischen Blasmusik beeinflusst worden. Trotz Veränderung und Weiterbildung bestünden weiterhin regionale Besonderheiten.

Mit viel Beifall bedacht

Auf der Bühne im Schlossgarten hatten beim Festakt der Gempfinger Viergesang und auch die Dirlewanger Tanzlmusik einige mit viel Beifall bedachte Proben aus ihrem reichhaltigen musikalischen Repertoire gegeben. Am Rande des Schlossweihers bliesen die Donauwörther Jagdhornbläser (Leitung: Ute Maillinger), und auf der Bühne in der Leutnantschanze spielte eine Stunde lang die Walbacher Saitenmusik aus Donauwörth für dankbare Zuhörer, die das schattige Ambiente in dem grünen Halbrund zu schätzen wussten. Waltraud Bachmann (Zither und Leitung), Brigitte Willhalm (Zither), Isabell Ruppert (Hackbrett), Christl Decker (Gitarre) und Marianne Pressler (Gitarre und Flöte) beschlossen ihren Auftritt mit der Schafbock-Polka.

Es spielte auch der "Usseltaler Blechhaufen" (Hans Löffler) die Polka "In der Weinschenke". Ebenfalls ohne Verstärker blies die Gruppe "Blech-Dur" (Stefan Hegele), Altenmünster, auf der Schlossweiherwiese den "Marsch aus Legau". Auf der Bühne beim Schloss gefiel die Vöhringer Stubenmusi (Barbara Gödrich) mit einem "Schottischen".

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