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Kaisheim

06.02.2020

Ehepaar schenkt Gemeinde über 2000 Nussknacker

Das Ehepaar Dechant schenkt der Gemeinde Kaisheim eine Sammlung von über 2000 Nussknackern aus aller Welt. Ein Teil davon war bereits kurz in Kaisheim ausgestellt. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, die Schenkung anzunehmen.
Bild: Manfred Blaschek

Plus Der Gemeinderat beschließt, die ungewöhnliche Schenkung anzunehmen. Wo die Sammlung untergebracht werden soll.

Dass eine Kommune etwas geschenkt bekommt, passiert nicht alle Tage. Die Marktgemeinde Kaisheim kann sich nun über ein Präsent der besonderen Art freuen. Ein Ehepaar aus Essen vermacht ihr eine große Sammlung von Nussknackern. Der Gemeinderat hat nun im zweiten Anlauf beschlossen, die Schenkung anzunehmen. Damit besitzt die Kommune bald mehr als 2000 solche Figuren.

Im vorigen Jahr hatten sich die Räte schon einmal mit dem Thema befasst. Damals lehnte das Gremium das Angebot von Mona und Hermann Dechant noch ab. Zwischenzeitlich sammelte Gemeinderat Wolfgang Kastner, der mit dem pensionierten Lehrer-Ehepaar in Kontakt steht, im Rahmen des Kaisheimer Weihnachtsmarkts und beim Adventsnachmittag in Bergstetten gut 150 Unterschriften für die Annahme der Schenkung. Ein Teil der Nussknacker ist der Öffentlichkeit in Kaisheim durch kleine Ausstellungen im Hofwirt 2016 und in der Schule im Dezember 2019 bekannt.

Sammlung kann im Schloss in Bergstetten gelagert werden

Kastner stellte nun einen neuerlichen Antrag, da sich nach seinen Angaben in den vergangenen Monaten neue Erkenntnisse ergeben haben. So könnte die Sammlung im Schloss in Bergstetten gelagert und teilweise ausgestellt werden.

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Das Ehepaar Dechant schenkt der Gemeinde Kaisheim eine Sammlung von über 2000 Nussknackern aus aller Welt. Ein Teil davon war bereits kurz in Kaisheim ausgestellt. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, die Schenkung anzunehmen.
Bild: Manfred Blaschek

Unterstützung bekam Kastner von seinem Ratskollegen Manfred Blaschek: „Diese Sammlung ist wirklich etwas Besonderes. Ich finde, wir dürfen so etwas nicht ausschlagen.“ Die Nussknacker könnten auch bei Veranstaltungen in Kaisheim präsentiert werden. Blaschek und Kastner sicherten zu, sich gemeinsam um die Sammlung kümmern und Ausstellungen organisieren zu wollen.

Die Nussknacker stammen aus aller Welt

Wolfgang Kastner berichtete, dass die Nussknacker aus aller Welt stammen. Die meisten seien aus Holz gefertigt, manche aus Metall oder Kunststoff. Es seien kunstvolle Figuren darunter, aber auch einfachere Konstruktionen. Die Nussknacker hätten einen gewissen materiellen Wert: „Einige spezielle Anfertigungen kosten zwischen 200 und 300 Euro.“ Dem Ehepaar Dechant wäre es am liebsten, wenn die Sammlung nach Kaisheim käme. Hermann Dechant stammt von dort.

Das Ehepaar Dechant schenkt der Gemeinde Kaisheim eine Sammlung von über 2000 Nussknackern aus aller Welt. Ein Teil davon war bereits kurz in Kaisheim ausgestellt. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, die Schenkung anzunehmen.
Bild: Manfred Blaschek

Bürgermeister Martin Scharr erklärte, im Schenkungsvertrag sei nicht vorgeschrieben, wo, wann und unter welchen Bedingungen die Figuren ausgestellt werden sollen. Man habe die Bayerische Museumsverwaltung zwecks einer möglichen Zusammenarbeit kontaktiert, habe aber eine Absage bekommen. Eine staatliche Unterstützung sei „von den Regularien her nicht möglich“. Die Kommune gehe kein finanzielles Risiko ein und müsste lediglich für den Transport und eventuelle Reparaturen aufkommen.

Der Gemeinde sollen keine Kosten entstehen

Kastner sicherte zu, es werde sich eine Lösung finden, damit der Gemeinde durch den Transport von Essen nach Kaisheim keine Kosten entstehen. Die Räte sprachen sich schließlich mit 12:2 Stimmen dafür aus, sich die Nussknacker-Sammlung schenken zu lassen.

Das Ehepaar Dechant schenkt der Gemeinde Kaisheim eine Sammlung von über 2000 Nussknackern aus aller Welt. Ein Teil davon war bereits kurz in Kaisheim ausgestellt. Der Gemeinderat hat nun beschlossen, die Schenkung anzunehmen.
Bild: Manfred Blaschek

Um die mehr als 2000 Nussknacker des Ehepaars Dechant komplett ausstellen zu können, bedürfte es eines größeren Gebäudes. Zum Vergleich: Das Nussknackermuseum in Neuhausen im Erzgebirge verfügt über mehr als 5000 Exemplare aus 30 Ländern.

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