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29.07.2010

Ein Beruf mit Zukunft

Bei der Zeugnisverleihung für Hauswirtschafterinnen gratulierten den Prüfungsbesten (von links) die Prüfungsausschussvorsitzenden Brigitte Fichtel und Ruth Husel sowie die Ausbildungsberaterin Elisabeth Konrad (rechts). Die Prüfungsbesten stehen in der Mitte, nämlich (von links) Birgit Dollinger aus Hoppingen, Elisabeth Fischer aus Gundelfingen, Martina Seefried aus Minderoffingen und Melanie Behringer aus Blindheim. Foto: Arloth
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Bei der Zeugnisverleihung für Hauswirtschafterinnen gratulierten den Prüfungsbesten (von links) die Prüfungsausschussvorsitzenden Brigitte Fichtel und Ruth Husel sowie die Ausbildungsberaterin Elisabeth Konrad (rechts). Die Prüfungsbesten stehen in der Mitte, nämlich (von links) Birgit Dollinger aus Hoppingen, Elisabeth Fischer aus Gundelfingen, Martina Seefried aus Minderoffingen und Melanie Behringer aus Blindheim. Foto: Arloth
Bild: Arloth

Rain-Bayerdilling 40 Hauswirtschafterinnen und neun Hauswirtschaftstechnische Helferinnen aus den Landkreisen Dillingen und Donau-Ries erhielten im Rahmen der Berufsabschlussfeier im Gasthof Neuwirt ihre Zeugnisse. "Auf dem Arbeitsmarkt haben junge, kompeten-te Leute wie Sie gute Chancen", be-tonte Hauswirtschaftsdirektorin Eva Maslanka in ihrem Festvortrag. Umrahmt wurde die Feier vom Ensemble "Die Zupfnulda" der Musikschule Wertingen.

Hauswirtschaftsdirektorin Klementine Jahn vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Wertingen begrüßte die Absolventinnen und eine ganze Reihe von Ehrengästen. Sie gratulierte den jungen Leuten zur bestandenen Prüfung mit den Worten: "Sie sind den Weg erfolgreich zu Ende gegangen. Auf den Berufsabschluss können Sie alle stolz sein. Die Gesellschaft braucht gut ausgebildete Menschen." Kreisbäuerin Hannelore Schmid vom BBV Dillingen wies darauf hin, dass Bildung die Basis allen Unternehmertums sei. An die Politiker appellierte sie, zu überlegen, ob nicht alle jungen Leute eine hauswirtschaftliche Ausbildung absolvieren sollten.

Hauswirtschaftsdirektorin Eva Maslanka erinnerte daran, dass "eine funktionierende Hauswirtschaft und ein geregelter Tagesablauf", wichtig seien für das Wohlbefinden innerhalb der Familie. Hauswirtschaft sei ein sehr verantwortungsvoller Beruf mit zukunftsträchtigen Einsatzfeldern. Früher seien hauswirtschaftliche Kenntnisse gefragt gewesen, um aus wenig Lebensmitteln etwas "auf den Tisch zu zaubern", um beispielsweise auch Kleidung instand zu halten und Früchte einzumachen.

Grundsätze der Ernährung

Ein Beruf mit Zukunft

In unserer Überflussgesellschaft mit einem kaum überschaubaren Angebot an Lebensmitteln seien ganz andere Kenntnisse gefragt, wie etwa Grundsätze einer gesunden Ernährung sowie Beratung und Betreuung. "Der Beruf Hauswirtschaft bewahrt eine gewisse Kulturfähigkeit", sagte die Referentin. "Den Apfelstrudel kann man halt nicht nur aus der Tiefkühltruhe eines Lebensmittelmarkts entnehmen, sondern auch selber machen", betonte sie. Hauswirtschafterinnen könnten auch Familien anleiten, ihren Haushalt "in den Griff zu bekommen".

Immer öfter helfen Hauswirtschafterinnen auch älteren Menschen, so lange wie möglich "in den eigenen vier Wänden", zu leben. Auch die Zahl der Pflegebedürftigen steige an, was ein weiteres Arbeitsgebiet darstelle. Eine Herausforderung sei es, sich zur hauswirtschaftlichen Meisterin weiterzubilden. Kurse könne man in Augsburg, Kempten oder Landsberg besuchen. "Sie dürfen zuversichtlich sein, dass Sie nie arbeitslos werden. Die Bedeutung des Berufs Hauswirtschafterin wird zunehmen", schloss die kompetente Rednerin.

Ausbildungsberaterin Elisabeth Konrad, zuständig für fünf Landkreise, blickte auf die Prüfungen zurück, in denen eine große Spannweite zwischen Über- und Unterforderung der Prüflinge sichtbar geworden sei. Letztendlich zähle aber nicht nur das Prüfungsergebnis, sondern die in der Ausbildung erworbene Kompetenz. "Sie haben Fleiß, Durchhaltevermögen und Einsatzbereitschaft bewiesen. Es war eine Freude, als Prüfer mit dabei zu sein", sagte sie. Die Ausbildungsberaterin dankte auch den Mitgliedern des Prüfungsausschusses für die Zeit und Mühe, die sie in die Gestaltung der Prüfungsaufgaben investiert hatten.

Elisabeth Konrad verabschiedet

Nach der Zeugnisverleihung wurde Elisabeth Konrad von Hauswirtschaftsdirektorin Maslanka nach 35-jähriger Tätigkeit in den Ruhestand verabschiedet: "Ich scheide mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mich freut, dass meine Arbeit Sieglinde Ballis weiterführen wird und dass ich jetzt mehr Zeit haben werde für meine Familie und meine Hobbys." (ma)

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