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Hilfseinsätze

08.10.2019

Ein Hubschrauber speziell für „Suchen und Rettung“

Das sind die neuen „Search and Rescue“-Hubschrauber der Bundeswehr. Es handelt sich um Maschinen des Typs H145M von Airbus Helicopters.
Bild: Christoph Buder

Die Bundeswehr hat bei Airbus Helicopters sieben H145 bestellt. Derzeit werden sie in Augsburg getestet.

Donauwörth „Suche und Rettung“ – bei diesen Aufgaben helfen auch Hubschrauber des Donauwörther Unternehmens Airbus Helicopters. Derzeit werden in Augsburg die ersten flugbereiten neuen „Search and Rescue“-Hubschrauber (kurz „SAR“, auf Deutsch „Suche und Rettung“) der Bundeswehr getestet. Es handelt sich um Maschinen des Typs H145M von Airbus, die die bisherigen teils über 50 Jahre alten Modelle Bell UH-1D bei den sogenannten SAR-Einsätzen ab 2020 ablösen sollen.

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Nach der Genehmigung durch den Haushaltsausschuss hat die Bundeswehr sieben H145 bei Airbus bestellt, um die veralteten Such- und Rettungshubschrauber zu ersetzen. Die Maschinen werden nächstes Jahr ausgeliefert und an den Standorten Niederstetten (Baden-Württemberg, auch zuständig für Bayern), Holzdorf (Brandenburg) und Nörvenich (Nordrhein-Westfalen) stationiert. Airbus ist auch für Wartung, Instandsetzung und logistische Betreuung zuständig. Die Beschaffungskosten liegen inklusive der Ausbildung der Besatzungen bei 72,4 Millionen Euro. Für das logistische Servicepaket über neun Jahre werden weitere 66,1 Millionen Euro fällig.

Die H145 LUH SAR – leichte Mehrzweckhubschrauber für „Suche und Rettung“ – verfügen über Hochleistungskameras, Suchscheinwerfer, Ortungssysteme für Notsender, eine vollwertige medizinische Ausrüstung, Rettungswinden sowie Lasthaken, die etwa für den Einsatz von Feuerlöschbehältern genutzt werden können. Von der militärischen Variante der H145, der H145M betreibt die Luftwaffe am Standort Laupheim 15 Maschinen als leichte Unterstützungshubschrauber für die Spezialkräfte.

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Mit dem Kauf der neuen Maschinen werde „die Flotte der leichten Hubschrauber in der Bundeswehr weiter vereinheitlicht“ so Wolfgang Schoder, Geschäftsführer Airbus Helicopters Deutschland. „Die bereits bei der Bundeswehr im Einsatz befindlichen Maschinen haben sich gerade auch durch die sehr hohe Einsatzverfügbarkeit bewährt.“

Die Bundeswehr ist für Such- und Rettungseinsätze bei Flugunfällen auf deutschem Staatsgebiet zuständig. Sie hält daher eine Flotte von Such- und Rettungshubschraubern in permanenter Einsatzbereitschaft. Zusätzlich stehen diese Hubschrauber für den nationalen Katastrophenschutz zur Verfügung. Das dafür genutzte Modell Bell UH-1D wurde Anfang der 1970er Jahre in die Bundeswehr eingeführt.

Außerdem können die SAR-Maschinen von den Integrierten Leitstellen auch für zivile Einsätze herangezogen werden, wenn keine zivilen Rettungshubschrauber verfügbar sind wie etwa bei Großeinsätzen oder bei Einsätzen in der Nacht – denn für SAR gibt es eine Nachtfluggenehmigung. (dz)

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