Ein großes Ziel

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Kommentar Von Thomas Hilgendorf
03.09.2019

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist indes ein weites Feld. Was bedeutet es eigentlich?

Landrat Stefan Rößle hat richtig erkannt, wovor sich viele politisch Verantwortliche vielerorts leider immer noch zieren: Dass Nachhaltigkeit vor Ort anfängt und auch konkret vor Ort begonnen werden muss. Dass man nicht auf entsprechende Gesetze und Verordnungen „von oben“ warten sollte, sondern selbst starten muss. Dass bürgerschaftliches, ökologisches, kirchliches und soziales/ karitatives Engagement nicht misstrauisch beäugt, sondern gefördert werden muss. Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist indes ein weites Feld. Was bedeutet es eigentlich?

In der Forstwirtschaft ist das ziemlich eindeutig und jeder Pfadfinder lernt es auswendig: Es darf nicht mehr Holz gefällt werden, als nachwachsen kann. Was eigentlich jedes Kind kapiert, das ist jedoch so manchem Staatenlenker nicht bekannt, in dessen Wäldern – siehe Amazonas – völlig überzogener Raubbau betrieben werden darf.

Nun bringt es wenig, nur darüber zu lamentieren, was andernorts aus dem Ruder läuft. Zunächst einmal sollte vor der eigenen Haustüre gekehrt werden. Insofern ist es zu begrüßen, dass die Kreisbehörde beim eigenen Wirtschaften wesentlich stärker auf Ökologie und Fairness achten möchte. Dieses Ansinnen verdient allemal einen Vertrauensvorschuss. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Kommunen dem umfassenden Projekt anschließen und es auch eine Ausstrahlungswirkung auf die Bevölkerung hat.

Des Weiteren ist es dieser Tage wohltuend, dass so ein Projekt unideologisch und ohne hysterische Schnappatmung durchgeführt werden soll. Revolutionen führen nun mal meistens in die falsche Richtung – notwendige Veränderungen nach sorgfältiger Prüfung anzugehen, klingt wesentlich sympathischer. „Prüft aber alles und das Gute behaltet.“ So steht es schließlich schon in der Bibel.

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