1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Es tut sich was beim Energiesparen

Umwelt

24.10.2018

Es tut sich was beim Energiesparen

Die Energiesparziele des Landkreises sind ambitioniert. Dafür müssten Häuser noch besser gedämmt werden.
Bild: djd/puren

Der Landkreis Donau-Ries legt bei den Erneuerbaren zu. Wo es noch Spielräume gibt.

Das Energieziel des Landkreises Donau-Ries bleibt ambitioniert: Bis zum Jahr 2030 sollen 60 Prozent des Gesamtenergieverbrauches, also Strom und Wärme, aus erneuerbaren Energien kommen. Landrat Stefan Rößle hat dies in der Sitzung des Kreisausschusses für Umwelt- und Energiefragen nochmals bekräftigt. Erreicht werden soll das Vorhaben durch einen Mix aus Einsparungen (beispielsweise Dämmmaßnahmen) und Ausbau der Erneuerbaren, soweit dieser noch möglich ist.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Serafin von Roon von der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH präsentierte zunächst die Stromdaten für 2017: Im Jahr 2017 wurden im Landkreis 880 Gigawattstunden Strom verbraucht, fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Vor zehn Jahren waren es 856 Gigawattstunden. In diesem Zeitraum ist allerdings die Einwohnerzahl um 2,3 Prozent und die der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer um 28 Prozent angestiegen. Die Wirtschaft hat seit 2007 elf Prozent mehr Strom verbraucht, die Privathaushalte dagegen 15 Prozent weniger. „Wenn man beide Bereiche zusammenrechnet, kommen wir in den zurückliegenden zehn Jahren auf einen Verbrauchsanstieg um drei Prozent“, sagte von Roon.

Einen Spitzenwert nimmt der Landkreis bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ein. Hier hat es im Vergleich zum Vorjahr nochmals eine Steigerung von 2,2 Prozent gegeben, sodass der Anteil mittlerweile bei 97 Prozent des Stromverbrauchs liege. Hauptenergiequelle ist die Biomasse (42 Prozent an der Gesamterzeugung) gefolgt von der Wasserkraft (27,5 Prozent), den Photovoltaikanlagen (27,2 Prozent) und den Windanlagen. Der Vergleich mit 2007 ergibt einen Anstieg von 88 Prozent.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Wie gut der Kreis mit diesen Zahlen überregional positioniert ist, machte dessen Energiebeauftragte Heike Burkhardt deutlich. „Wir haben pro Kopf im Vergleich zum Bayern- und Bundesdurchschnitt mehr als zweieinhalbmal so viel Strom aus Erneuerbaren erzeugt.“

Ein Spitzenwert, wie auch Landrat Stefan Rößle nicht ohne Stolz feststellte. Energie sei eines der großen Zukunftsthemen. Angesichts des geringen Anteils der Windkraft an der Energieerzeugung meinte Rößle, er könne sich das eine oder andere Windrad zusätzlich im Einvernehmen mit den betroffenen Bürgern gut vorstellen. Die Vertreter der einzelnen Fraktionen begrüßten die Zahlen. Albert Riedelsheimer (Grüne) äußerte im Zusammenhang mit der Biomasse die Sorge, dass nach Auslaufen der Förderung für manche Anlagen dessen Anteil erheblich zurückgehen könnte. Weiteren Spielraum sieht er bei der Windkraft – „wenn aus der 10-H-Regelung eine 3-H-Regelung wird“. Nach einer Bestimmung der Landesbauordnung müssen derzeit Windkraftanlagen einen Mindestabstand vom Zehnfachen ihrer Höhe zu Wohngebäuden aufweisen. (bs)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren