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22.01.2020

Flüsterton und Wutrede

Han’s Klaffl ganz in seinem Element im Oberpeichinger Theater.
Foto: M. Arloth

Han’s Klaffl brilliert in Oberpeiching

Die Themen Schule, Lehrer und Schüler kennt ja jeder mehr oder weniger aus eigenem Erleben. Dass man daraus eine „Unterrichts-Doppelstunde“ im ausverkauften Theater Oberpeiching machen kann, das gelingt dem „Staatskabarettist auf Lebenszeit“ Han’s Klaffl mühelos, ja sogar bravourös! Mit Klavier und Kontrabass hält er Frontalunterricht, nach dem kaum noch Fragen offen bleiben.

Man beachte den beliebten sächsischen Genitiv, auf Deutsch natürlich falsch, aber für Han’s Klaffl „ein gefundenes Fressen“. Dass diese Einblicke in eine pädagogische Subkultur längst überfällig waren, erkennt man am nicht nachlassenden Interesse, das Lehrer, Eltern und Schüler dieser selbstironischen Abrechnung seit Jahren entgegenbringen. Die Peichinger Organisatoren wurden jedenfalls „kalt“ überrascht, als der Kabarettabend in null Komma nix ausverkauft war.

„Der Lehrer ist sich selbst ein Rätsel“, erklärt Klaffl und bringt gleich zahlreiche Beispiele. „Probleme mit Schülern hatte ich nicht, eher hatten Schüler mit mir Probleme“, berichtet der frühere Lehrer, der jetzt auf der Bühne seine seltsamen (?) Erlebnisse mit Kollegen, Eltern und Schülern brillant schildert. Das erfolgt im Flüstertonfall, aber auch öfter in geharnischter Wutrede.

Der ehemalige Musiklehrer war sicherlich ein begnadeter Pädagoge. Jetzt beschreibt er unter dem Motto „40 Jahre Ferien – Ein Lehrer packt ein“ die regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen wie etwa Lehrerkonferenz, Wandertag, Feueralarm, Bundesjugendspiele und Personalausflug. Anschaulich erhält man Einblick in die zuweilen frustrierende Korrektur von Schüleraufsätzen. (ma)

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