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05.12.2014

Fluglärm ärgert Nordheimer

Bürger beschweren sich über Hubschrauber

Neben der Biogasanlage im benachbarten Hamlar stinkt den Nordheimer Bürgern der Verkehrslärm auf den Straßen und aus der Luft. Ob sich das Dröhnen der Hubschrauber, an dem sich zahlreiche Bürger täglich stören, vermeiden lässt, stand im Vordergrund der Infoveranstaltung des Nordheimer Bürgervereins am Dienstagabend. Zur Diskussion waren Vertreter der Firma Airbus Helicopters erschienen, die den Sachverhalt aus Sicht des Unternehmens erläuterten.

Ronny Weißbach, der im Flugbetrieb des Unternehmens tätig ist, verdeutlichte die ungünstige Lage Nordheims. Mit der Parkstadt im Donauwörther Nordosten und Riedlingen im Westen, habe man zwei Stadtteile mit erheblichen Geländeerhöhungen, über die der Flugplatz nicht angeflogen werden könne.

„Das Naherholungs- und Naturschutzgebiet im Süden an den Baggerseen erschwert die Situation zusätzlich“, fügte Weißbach hinzu. Deshalb müsse zwangsläufig über Nordheim an- und abgeflogen werden. Man weise die Piloten aber stets dazu an, die vorgeschriebene Sicherheitsmindesthöhe von 150 Metern nicht zu unterschreiten.

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Nicht nur die Helikopter sorgen für lästigen Krach. Auch durch die zahlreichen Laster, die durch den Ort brettern, fühlen sich die Bürger gestört. Der Vorsitzende des Bürgervereins Josef Gatterer und Stadtrat Armin Eisenwinter kündigten an, dass die Stadt die Rainer Straße von einer Staatsstraße zur Ortsstraße umwidmen wolle. Dann erst, so Gatterer, könne Donauwörth selbst über die Verkehrsregelung im Ort entscheiden.

Im ablaufenden Jahr konnte der Verein bereits einen Erfolg verbuchen. Wie berichtet, hatte der Bürgerverein auf den Einbau eines Filters in der Biogasanlage in Hamlar gedrängt, der die Geruchsbelästigung deutlich senkte. Bis die Anlage komplett abgedeckt und isoliert werde, sollte jedes unangenehme Lüftchen direkt bei der Stadt gemeldet werden, wies Gatterer die Vereinsmitglieder an. Die Entscheidung über die Petition, die man im Mai im Bayerischen Landtag vorlegte, sei bislang vertagt worden. Auch ein Ortstermin stehe noch aus. (jmr)

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