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Kaisheim

23.10.2020

Frau aus Kaisheimer Ortsteil will Alkohol – und wählt Notruf

Polizei Symbolfoto Feature - Polizei Kiriminalität Schild Wappen Auto Dienstwagen Schriftzug Notruf 110
Bild: Ralf Lienert

Eine 67-Jährige beschäftigt mit missbräuchlichen Notrufen zum wiederholten Male die Polizei. Erneut verlangt die Frau nach Alkohol.

Eine Frau aus einem Kaisheimer Ortsteil hat zum wiederholten Male die Polizei in Donauwörth, aber auch die Integrierte Leitstelle in Augsburg genervt. Wie schon vor knapp zwei Wochen verlangte die 67-Jährige nach Alkohol.

Anfang Oktober hatte ihr Mann vom Einkauf nur Mineralwasser mit nach Hause gebracht, jedoch kein Bier (wir berichteten). Daraufhin stritten und schlugen sich die Ehepartner – und die Frau wählte über ein halbes Dutzend Mal den Notruf. Zum einen wollte sie, dass die Beamten ihren Mann züchtigen, zum anderen animierte sie die Gesetzeshüter, doch auch gleich Bier mitzubringen – was aber nicht passierte.

Die Frau behauptet per Notruf, massive gewürgt und geschlagen worden zu sein

In der Nacht auf Freitag meldete sich die 67-Jährige erneut. Um 2.38 Uhr teilte sie per Notruf der Polizei mit, dass sie von ihrem Gatten massiv gewürgt und geschlagen worden sei. Als eine Streife eintraf, stieß diese auf die Anruferin und ihren Mann an. Die Frau war deutlich alkoholisiert – und entgegen ihren vorherigen Angaben völlig unverletzt.

Da die Rentnerin zuvor bereits von ihrem Handy aus 51-mal an einem Tag über die 110 die Einsatzzentrale der Polizei und zusätzlich zwölf Mal die Integrierte Leitstelle des Rettungsdiensts angerufen hatte – unter anderem, um Alkohol zu bestellen –, hatten die Beamten schon das Mobiltelefon der Frau sichergestellt und ein Strafverfahren wegen des Missbrauchs von Notrufeinrichtungen eingeleitet.

Für den erneuten missbräuchlichen Anruf verwendete die 67-Jährige das Handy ihres Mannes. Mit seinem Einverständnis beschlagnahmten die Beamten vorübergehend auch dieses Mobiltelefon.

Um 4.15 Uhr kommt wieder ein Notruf

Dies hinderte die 67-Jährige freilich nicht, am Freitag um 4.15 Uhr mit einem weiteren Telefon wieder die Notrufnummer zu wählen. Die Polizei rückte abermals an – und wieder stellte sich heraus, dass die Frau keinen Anlass dazu hatte. Die Beamten leiteten entsprechende Ermittlungsverfahren ein. (dz)

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