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Rain

30.06.2016

Freilaufender Hund tötet Rehkitz

Auf der Rainer Fohlenweide hat ein freilaufender Hund ein junges Reh angefallen und getötet.
Bild: Oberfrank

Der Vorfall ereignet sich auf der Rainer Fohlenweide. Jäger richten deshalb einen generellen Appell an die Halter.

Wieder hat es in Rain einen Vorfall gegeben, bei dem ein Hund folgenschwer zugebissen hat. Nachdem zuletzt ein Tier in der Bahnhofstraße mehrmals Passanten attackiert hatte, hat nun ein freilaufender Hund auf der Fohlenweide ein junges Reh angefallen und getötet. Das teilt Robert Oberfrank, Jägervorsitzender im Altlandkreis, mit.

Spaziergängerinnen hätten die „Angstschreie“ des Kitzes gehört und einen mittelgroßen, schwarzen Hund gesehen, der das kleine Tier traktierte. Als die Passantinnen schreiend auf den Hund zuliefen, habe dieser von dem Reh abgelassen. Eine der Frauen habe daraufhin den zuständigen Jagdpächter verständigt, der aber nur noch das tote Reh auf der Wiese fand – ein Ereignis, das auch der erfahrene Waidmann nicht so einfach wegsteckt. Sein Zorn auf den Hundehalter ist groß: „Das ist erschütternd“, so der Jagdpächter, der noch überlegt, gegen den unbekannten Hundehalter Anzeige zu erstatten.

„Immer wieder kommt es zu Angriffen mit tödlichen Folgen. Auch in der Region häufen sich die Vorfälle“, weiß Jägervorstand Albert Reiner. Der Jagdverband Donauwörth appelliert daher an die Hundehalter, auch in freier Wildbahn auf ihre Tiere zu achten. „Hier ist jeder Einzelne gefragt, Verantwortung zu zeigen“, sagt Oberfrank. So sollten Besitzer ihre Hunde gerade in der Setz- und Aufzuchtzeit der Rehe von Mai bis August an die Leine nehmen und auf den Wegen bleiben.

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Die Jäger wollen dabei aber nicht grundsätzlich „den Zeigefinger heben“ – denn Hunde bräuchten Auslauf und ein Großteil der Halter verhalte sich korrekt, so Oberfrank. Gerade in diesen Tagen sei jedoch Achtsamkeit geboten. Viele Jäger stoßen immer wieder auf Unverständnis, wenn sie Hundehalter auffordern, ihren Vierbeiner anzuleinen. Während junges Wild für Spaziergänger nicht zu erkennen ist, spüren freilaufende Hunde die schutz- und wehrlosen Jungtiere schnell auf – und dann gibt es oft kein Entkommen mehr. Kehrt der Hund zu seinem Besitzer zurück, hat dieser oft keine Ahnung, was von seinem Tier soeben angerichtet wurde. Wer dabei erwischt wird, wie sein Hund wildert, muss dem Jagdverband zufolge mit empfindlichen Strafen – wegen eines Verstoßes gegen das Bayerische Jagdgesetz sei eine Geldbuße bis zu 5000 Euro möglich – rechnen.

Aber auch die Kommunalpolitik sei gefordert, im Hinblick auf freilaufende Hunde sensibler zu reagieren und immer wieder zum anleinen, zumindest in Waldgebieten, aufzufordern. Denn aufgrund Paragraf 23 des Bundesjagdgesetzes seien die Jäger verpflichtet, das Wild vor wildernden Hunden zu schützen.

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