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Gemeinderat

08.05.2019

Fünfstetten: Weiter schuldenfrei trotz Großprojekt

Sollen noch heuer fertig werden: das neue Feuerwehrhaus und der gemeindliche Bauhof in Fünfstetten. Die Kommune investiert 2019 wohl nochmals über 800 000 Euro in das Vorhaben.
Bild: Wolfgang Widemann

Das neue Feuerwehrhaus samt Bauhof in Fünfstetten soll heuer fertig werden. Was die Kommune in diesem Jahr sonst noch vorhat

Wer wissen will, in welches Projekt die Gemeinde Fünfstetten heuer das meiste Geld steckt, muss nur in den Süden des Kernorts schauen: Dort entsteht ein großes Gebäude, in das die Freiwillige Feuerwehr Fünfstetten und der Bauhof der Gemeinde einziehen sollen. Für das Projekt, das bereits im vorigen Jahr begonnen wurde, sind im Haushalt der Kommune für 2019 rund 750000 Euro Baukosten eingeplant.

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Hinzu kommt die Einrichtung. Die schlägt bei der Feuerwehr mit etwa 40000 und beim Bauhof mit circa 30000 Euro zu Buche. Der Gemeinderat verabschiedete den Etat nun gegen zwei Stimmen.

Neben dem Feuerwehrhaus und Bauhof, die laut Bürgermeister Werner Siebert nach Möglichkeit noch in diesem Jahr bezogen werden sollen, möchte die Kommune weitere Maßnahmen verwirklichen. Zurzeit werden zwei Brücken über die Schwalb neu gebaut – an einem privaten Anwesen und bei der Fischerhütte. Die Kosten summieren sich auf rund 50000 Euro.

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Zudem wird – wie berichtet – im Dachgeschoss über dem Dorfladen eine neue Heimat für die Bücherei geschaffen. Für den Ausbau sind 2019 noch 60000 Euro vorgesehen und für die Einrichtung 35000 Euro. Der Trinkwasser-Hochbehälter benötigt innen eine neue Beschichtung. Dafür gibt die Kommune heuer 115000 Euro aus. 20000 Euro stehen für die „Innerortsaktivierung“ bereit. Dahinter steckt Folgendes: Personen, die im Ortskern ein leer stehendes Gebäude, das vor 1965 erbaut wurde, herrichten und wieder mit Leben erfüllen, können einen Zuschuss der Gemeinde erhalten. Siebert zufolge liegen schon mehrere Anträge vor.

Einiges Geld investieren muss die Kommune in den kommenden Jahren in die Abwasserreinigung. Nach Auskunft des Bürgermeisters entspricht die Kläranlage nicht mehr den Vorgaben und muss deshalb aufgerüstet werden. Eine Alternative wäre der Anschluss an das Klärwerk des Abwasserzweckverbands Mittlere Wörnitz. Um zu klären, welche Lösung am besten ist, will die Gemeinde eine Studie in Auftrag geben. Kosten: 35000 Euro.

Die Einnahmen der Kommune fallen in diesem Jahr wohl etwas höher aus als 2018. Größter Brocken im Haushalt ist der Gewerbesteueranteil mit 930000 Euro (2018: 887000). Die Schlüsselzuweisungen des Freistaats liegen bei 376000 Euro (249000). Bei der Gewerbesteuer kalkuliert die Gemeinde mit 170000 Euro.

Auf der Ausgabenseite schlägt die Umlage, die an den Landkreis bezahlt werden muss, mit 560000 Euro zu Buche. Das sind gut 30000 Euro weniger als im Vorjahr. An die Verwaltungsgemeinschaft Wemding müssen 149000 Euro überwiesen werden (plus 19000 Euro).

Trotz des Großprojekts Feuerwehrhaus/Bauhof bleibt die Kommune schuldenfrei. Schließlich verfügt sie über Millionen-Rücklagen. Diesen werden voraussichtlich 900000 Euro entnommen, um den Etat 2019 auszugleichen. Ende des Jahres wird die Gemeinde dann immer noch ungefähr 2,5 Millionen Euro auf der hohen Kante haben.

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