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Störung

22.07.2017

Fünfstetten soll ab heute wieder Telefon haben

Acht Wochen lang haben in rund 90 Haushalten die Festnetzanschlüsse nicht funktioniert. Die Ursache ist bei der Baustelle am Bahndamm zu suchen

Seit knapp acht Wochen sind zahlreiche Haushalte der Gemeinde Fünfstetten ohne Telefon. Dem Vernehmen nach handelt es sich um rund 90 Festnetzanschlüsse, bei denen die Leitungen seit Ende Mai tot sind. Betroffen sind etliche Privatpersonen, darunter auch ältere, und auch Rathaus und Pfarrei. Die Telekom hat sich aber zu dieser Anzahl trotz viermaliger Nachfrage unserer Zeitung nicht geäußert.

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Nun allerdings sollen die Unannehmlichkeiten der Telekom-Kunden und deren lange Ungewissheit ein Ende haben: Wie das Unternehmen gestern Mittag auf eine neuerliche Presseanfrage hin hat wissen lassen, „gehen wir davon aus, dass am Samstag die Störung aufgehoben ist“. Ab heute sollten die betroffenen Fünfstettener also wieder telefonieren können – wenn denn bei den gestrigen Arbeiten alles wie geplant geklappt hat.

Bagger hatte ein Hauptkabel beschädigt

Fünfstetten soll ab heute wieder Telefon haben

Die Ursache des Problems ist wohl auf der Großbaustelle zu suchen, die gerade an der Zugstrecke Donauwörth–Treuchtlingen liegt. Bekanntlich wird der Bahndamm zwischen Fünfstetten und Nußbühl seit Anfang Mai saniert. Bei dieser Sanierung hat wohl – laut Telekom – ein Bagger ein Hauptkabel beschädigt.

Die Fehlerbehebung hat sich als sehr schwierig gestaltet, da die Beschädigung in fünf Metern Tiefe genau unter der Gleisführung lag. In Abstimmung mit der Deutschen Bahn suchte das Unternehmen eine Lösung, um eine Querung der Bahnlinie für das Telekom-Kabel zu erarbeiten. Andere Rohre oder Querungen, die man hätte benutzen können, gab es laut Telekom nicht. Dieses Rohr unter der Bahnlinie wurde nun gelegt. Gestern wurde dort das Telefon-Kabel durchgezogen.

Der Frust, der sich über Wochen bei den betroffenen Telekom-Kunden angestaut hat, war teilweise groß.

Karin Mair aus Stadtbergen, deren Mutter, Tante und Onkel in Fünfstetten leben, alle über 80 Jahre alt und teilweise gesundheitlich angeschlagen sind, hat in zahllosen Telefonaten mit der Telekom versucht, die Störung zu monieren und das Problem für ihre Verwandtschaft zu regeln. Sie fühlte sich von den Kundenberatern nicht ernst genommen und hat sich schließlich an unsere Zeitung gewandt.

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