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17.03.2010

Gefälschte Photovoltaik-Module

Donauwörth Ein gutes "Näschen" haben die Beamten des Zollamts Donauwörth bewiesen: Ihnen gelang ein Schlag gegen die internationale Produktpiraterie. Konkret stießen sie auf gefälschte Photovoltaik-Module, die einen Handelswert von rund 370 000 Euro haben.

Wie die Ermittlungen der Behörde ergaben, wurden die Module offenbar in China gefertigt. Per Frachtschiff gelangten sie in einen Seehafen der Europäischen Union und wurden dann auf einem slowenischen Lastwagen nach Donauwörth gebracht. Bei der Kontrolle der Warensendung, die laut Martin Neumann, Pressesprecher des Hauptzollamts Augsburg, an einen Empfänger in Nordschwaben adressiert war, schöpften die Bediensteten Verdacht und schauten genauer nach.

Bei der Kontrolle der Ware habe für die Zollbeamten schnell festgestanden, dass es sich um Fälschungen handle: "Erkennungsmerkmale des Originalherstellers fehlten oder waren nur in abgewandelter Form vorhanden."

Das Zollamt beschlagnahmte die komplette Ladung von Hunderten von Modulen. Diese wiegen insgesamt rund zwölf Tonnen. Der Markenschutz-Inhaber - also die Firma, welche die Original-Module entwickelt hat und produziert - stellte inzwischen den Antrag, dass die nachgebauten Module unter Aufsicht des Zolls vernichtet werden.

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Der geschilderte Sachverhalt zeige, dass Zoll und Wirtschaft im Kampf gegen die Produktpiraterie "Hand in Hand arbeiten", so Neumann. Es handle sich heuer bereits um den zweiten Fall dieser Art in Südbayern. In Ingolstadt stellte der Zoll 800 Module im Wert von 270 000 Euro sicher, die für einen Solarpark im Raum Erding/Freising bestimmt waren.

Die gefälschten Produkte seien mindestens um die Hälfte günstiger als die Originale, berichtet Neumann. Diese Art von Piraterie sei für die Behörde "eine ganz neue Erfahrung". (wwi/pm)

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