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Donau-Ries

29.06.2019

Greifvogel attackiert Bürgermeister aus Alerheim

Majestätischer Anblick: ein Bussard. Die Greifvögel verteidigen ihre Brutreviere und sehen in Läufern eine Gefahr für ihre Jungen.
Bild: Roessle, dpa (Archiv)

Der Bürgermeister aus Alerheim erlebte beim Lauftraining eine unangenehme Überraschung: Ein Greifvogel griff den Politiker an.

Radfahrer und Jogger sollten in nächster Zeit im Bereich nördlich von Heroldingen auf der Hut sein. Ein Raubvogel – möglicherweise ein Bussard – verteidigt dort offenbar sein Revier beziehungsweise seinen Nachwuchs. Kürzlich griff er einen Läufer an, der auf der Straße zwischen Heroldingen und Bühl kurz vor der Abzweigung nach Huisheim unterwegs war.

Der Betroffene ist der Alerheimer Bürgermeister und SPD-Kreisvorsitzende Christoph Schmid. Der bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, den Vorfall. Schmid bereitet sich auf einen Marathon vor und absolvierte sonntagmorgens einen Trainingslauf. Die Attacke sei völlig unvermittelt von hinten erfolgt: „Das kam aus dem Nichts. Ich spürte plötzlich einen Luftzug direkt über dem Kopf.“ Bis Schmid die Situation realisierte, sei der Vogel schon ein Stück weit entfernt gewesen.

Die Reaktion des 42-Jährigen: „Ich habe zunächst geschmunzelt und mir gedacht, jetzt hast du das auch einmal erlebt.“ Bekanntlich kommt es immer wieder vor, dass Raubvögel – vornehmlich Bussarde – zu dieser Jahreszeit, wenn sie Junge haben, Passanten angreifen. Offenbar werden Personen, die eine bestimmte Geschwindigkeit haben, zur Zielscheibe. In den vergangenen Jahren passierte das zum Beispiel wiederholt nahe Gosheim (wir berichteten).

Vogel griff Bürgermeister noch einmal an

Auch bei Christoph Schmid blieb es nicht bei einer Attacke. Er fühlte sich bereits in Sicherheit, als der Vogel erneut lautlos von hinten angriff. Dieses Mal berührte der Greif auch leicht den Kopf des Sportlers, verletzte ihn aber nicht. „Da habe ich schon Angst bekommen“, schildert Schmid. Er habe mit den Armen gerudert und das Tier nicht mehr aus den Augen gelassen, „bis ich das Gefühl hatte, dass es weg ist“.

Leser haben uns zudem von weiteren Angriffen eines Greifvogels auf Menschen bei Heroldingen berichtet. (wwi)

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29.06.2019

Die Greifvögel haben Junge und sehen die Menschen als Bedrohungen und unerwünschte Eindringlinge an. Dadurch sind die Raubvögel aber weder bösartig noch "rechtsradikal".

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29.06.2019

Zum einen:
Ich verstehe nicht was das Wort in "Klammern" mit dem Artikel zu tun haben soll.
Zum anderen:
Wer hat sich diese Überschrift ausgedacht und kam damit auch noch bei der Redaktion durch!?

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