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17.11.2020

Gymnasium: So will der Kreis Geld sparen

Neue Pläne für Gebäude in Oettingen

Der Bauausschuss des Kreistags hat sich darauf verständigt, wie die Fassade des neuen Funktionsgebäudes auf dem Gelände des Albrecht-Ernst-Gymnasiums in Oettingen aussehen soll. Geplant ist nun, im ersten und zweiten Obergeschoss eine senkrechte Verschalung aus Lärchenholz als sichtbare Oberfläche an die wärmegedämmten Stahlbetonteile anzubringen. Die Außenwände des Erdgeschosses bestehen rein aus Stahlbeton. Der Sonnenschutz des Gebäudes wird durch Jalousien vor den Fenstern gewährleistet.

Vom Tisch sind damit die im Ausschuss im Juli diskutierten senkrechten Holzlamellen in den beiden Obergeschossen. Wie Landrat Stefan Rößle sagte, hätte diese Form der Außenfassade wohl zu kontroversen Diskussionen geführt. Zudem sei die jetzt beschlossene Variante billiger, ergänzte der Leiter des Fachbereiches Hochbau am Landratsamt, Joachim Aurnhammer.

Gedanken gemacht hat sich die Landkreisverwaltung auch über Kosteneinsparungen bei dem Projekt. Im September hatte Aurnhammer Ausgaben von bis zu 20 Millionen Euro inklusive der zu erwartenden Baukostensteigerungen genannt. Dies würde bei einer zu schaffenden Hauptnutzfläche von 2100 Quadratmetern umgerechnet 8300 Euro pro Quadratmeter ausmachen. Von den Kreisräten wurde diese Zahl seinerzeit als extrem hoch angesehen, weshalb die Bauverwaltung gebeten wurde, mögliche Einsparmöglichkeiten zu prüfen.

Eine Alternative liegt nun vor. Laut Aurnhammer könnte demnach auf eine spätere Aufstockung des Gebäudes verzichtet werden. Aus seiner Sicht wäre dies eine adäquate Möglichkeit, eine deutliche Kostenreduzierung zu erreichen. Durch eine Absage an ein weiteres Obergeschoss bestehe beispielsweise die Chance, die Lüftungsanlage statt im Keller auf dem Dach vorzusehen. Das Untergeschoss fiele somit kleiner und kostenmäßig günstiger aus. Außerdem, so der Hochbauamtsleiter, seien Einsparungen an den Treppenhäusern möglich.

Weil sich auch die Schulleitung Aurnhammer zufolge mit dem Verzicht auf eine spätere Aufstockung einverstanden erklärt hat, votierte der Ausschuss für eine detaillierte Prüfung dieser Alternative. Eine optimierte Kostenschätzung für das Gesamtvorhaben will die Verwaltung im Dezember vorlegen.

Zur Kenntnis genommen hat der Bauausschuss das Investitionsprogramm für die Kreisstraßen bis 2026. Darin sind im kommenden Jahr für Deckenbaumaßnahmen 615000 Euro eingeplant. Für den Brückenbau sind 220000 Euro vorgesehen. Ausgebaut werden sollen unter anderem die DON 18 westlich von Otting und die DON 37 innerorts und östlich Heroldingens.

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