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09.04.2010

Herr, wenn ich nur dich hab . . .

Kaisheim Vokal- und Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts stand auf dem Programm des Kirchenkonzertes, das Bernd Jung mit seinem Ensemble "La Batutta" im festlich geschmückten Marienmünster in Kaisheim veranstaltete. Die Zuhörer konnten sich über ausgewählte Werke großer Komponisten wie H. Schütz, C. Monteverdi, D. Buxtehude, J. Rosenmüller oder Joh. Pachelbel erfreuen. Die wunderbare Akustik des Kaisheimer Münsters tat ein Übriges, um die Veranstaltung zu einem Genuss werden zu lassen.

Gut disponiert zeigten sich die Sänger Annette Sailer-Heidel und Elisabeth Remberger, Sopran, sowie Wolfgang Frisch, Tenor. In wechselnder Besetzung musizierte sie zusammen mit den beiden Soloviolinen, Felicitas Schwab und Swetlana Augsburger, den beiden Blockflötistinnen Susanne Steuerl und Elisabeth Gerlach, der Cellistin Isabella Wolf, sowie dem Basso Continuo mit Bernd Jung am Cembalo und Wolfgang Duile am Violone, einem Brückeninstrument zwischen Gambenfamilie und Kontrabass.

Warme Tenorstimme

Vertonungen des Textes "Herr, wenn ich nur dich hab" bildeten den Rahmen des Konzertes. Zu Beginn erklang die Kantate von Buxtehude, wobei Wolfgang Frisch mit seiner warmen, professionell geführten Tenorstimme die Zuhörer schnell für sich einnehmen konnte. Die Vertonung desselben Textes von Schütz für zwei Sopranstimmen, Tenor und Basso continuo rundete am Ende das Konzert ab. Einen weiteren Höhepunkt bildete das "Salve Regina" von Monteverdi, das Annette Sailer-Heidel, nur begleitet von Bernd Jung am Cembalo, wunderbar einfühlsam und souverän vortrug. Elisabeth Remberger wusste mit "Ich will den Herrn loben allezeit" von H. Schütz zu gefallen. Die Instrumentalisten über-zeugten mit der "Ciacona" von T. Merula für 2 Violinen, 2 Blockflöten, Violoncello und Basso continuo. Homogen und mit differenzierter Dynamik agierten die jeweils solistisch eingesetzten Instrumente.

Jung zeigte mit der "Ciaco-na" von Joh. Pachelbel für Cembalo solo alle Klangvarianten dieses Instrumentes auf und überzeugte mit einer gelungenen Interpretation. Filigran und diffizil erklang das "Singt dem Herrn" von D. Buxtehude mit der Sopranistin Annette Sailer-Heidel, einfühlsam umspielt von Felizitas Schwab (Violine). In T. Merulas Canzone "La Cattarina" intonierten Susanne Steuerl an der Blockflöte und Swetlana Augsburger ein musikalisches Frage- und Antwortspiel, ehe beide Instrumente im homofonen Satz zusammenliefen.

Die Zuschauer durften für eine gute Stunde in musikalische Leckerbissen großer Renaissancemeister eintauchen und wussten dies mit anhaltendem Applaus und stehenden Ovationen zu würdigen.

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